Archive for April, 2010

Was Start-ups aus der UBS-GV lernen können

Freitag, April 30th, 2010

DominikTarolli

Die UBS-Generalversammlung hat die Gemüter erhitzt. Auf die Details will ich an dieser Stelle nicht eingehen. Viel spannender ist es zu analysieren, was Start-ups daraus lernen können.

Deshalb erlaubt mir folgende Fragen (v.a. für AGs spannend):

#1: Habt ihr ein fixes Datum (z.B. der dritte Freitag im April) für eure Generalversammlung?

#2: Was muss euer Geschäftsbericht zwingenderweise beinhalten? Was schreibt ihr besser nicht rein?

#3: Wieviele Tage vor der Generalversammlung muss man gewöhnlicherweise einladen?

#4: Dürfen operativ tätige Aktionäre aus dem Management bei der Dechargenerteilung mitstimmen?

#5: Dürfen Aktionäre in den Verwaltungsrat und bei der Wahl selber für sich stimmen?

#6: Bei einer bedingten Kapitalerhöhung (v.a. für Mitarbeiterpool); wieviel Prozent Erhöhung scheint euch angemessen zu sein (max. / min.)?

#7: Wie evaluiert ihr bei einer genehmigten Kapitalerhöhung (v.a. für Investments) die Menge der Aktien oder wartet ihr auf das Agreement und macht dann nochmals eine ausserordentliche Generalversammlung?

Spannende Fragen, die sich jedes Start-up (in der Rechtsform der AG) irgendwann stellen muss.

PS: Noch ein Schmankerl zum Schluss ;-) , habt ihr alle Verwaltungsrats-Sitzungen protokolliert? Und Zusatzfrage: sind die Protokolle auch unterschrieben (vom VRP und Protokollführer)?

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Die grosse Gefahr der Inflation (Folge 2)

Dienstag, April 27th, 2010

Inflation mindert die Kaufkraft zukünftiger Erträge und Einkommen. Das dürfte soweit allen klar sein. Doch die Höhe des Verlustes wird meistens massiv unterschätzt. Hierzu ein paar Beispiele.

Wenn Sie in 25 Jahren eine Rente in der Höhe von CHF 2’000 ausbezahlt bekommen ist diese mit einer durchschnittlichen Inflation von 7 % noch genau CHF 370.– wert. Verglichen mit heutigem Geldwert.

Rechnen wir das mal auf 10 Jahre bis 2020 dann ergibt sich noch ein Wert von noch CHF 1017.–

Schon bei 5 Jahren durchschnittlicher Inflation von 7 % fällt der Wert auf CHF 1333.–

Wie sie sehen darf die Inflation nicht unterschätzt werden. Nehmen wir mal unglaubliche (nichts ist unmöglich) 12 % Inflation für 5 Jahre. Dann fällt der Wert auf CHF 1013.–. Ihre Rente hat sich also halbiert.

Nun, wer bezhalt die ganzen Krisen?

Es sind die Generationen 1940-1960. Sie haben das ganze Arbeitsleben lang Altersvorsorge betrieben. In den nächsten 5-10 Jahren besteht die Gefahr, dass Ihre Altersvorsorge mehr als halbiert wird.

Oder anders gesagt. Sie bezahlen die Krisen, denn sie werden wahrscheinlich nicht wieder im Arbeitsmarkt tätig sein wollen umd den Rentenausfall zu kompensieren.

Es gab übrigens mal eine Partei der Inflationsgeschädigten in der Weimarer Republik.

In Folge 3: Vorteil Unternehmertum

Die grosse Gefahr der Inflation (Folge 1)

Montag, April 26th, 2010

Sie rückt wieder näher die grosse Gefahr der Inflation, denn die Energiepreise ziehen schon wieder kräftig an und, den Staaten bleibt gar nichts anderes übrig als sich über die Geldentwertung zu entschulden.

Schauen wir kurz zurück:

- Die Krise mitte der 90iger Jahre wurde mit dem erfinden der “New Economy” bekämpft (war den die Old Economy schon so schwach?).
- Die Krise anfangs des neuen Jahrtausends (Platzen der Dotcom-Blase) wurde mit billigem Geld (0 Zins -Strategie) bekämpft. Leider ging diesees billige Geld nur spärlich von den Banken an die Unternehmer (Kreditklemme, Folge Bankenkrise, Spekulation mit billigem geliehenem Geld, wenig Investition)
- Die Krise 2007/2008 wurde mit sehr viel Geld (Milliardenhilfe durch die Staaten) bekämpft.

Frage: Wie wird die nächste Krise hinausgezögert, das nächste Fieber überdeckt?

Wir können keine neue Economy mehr erfinden, die Welt ist globalisiert (Oder sollen wir auf den Mars ausweichen?), die Staaten können kein billiges Geld mehr in den Markt pumpen (tiefer als 0 Zins macht keinen Sinn) und die Staaten haben auch keine Milliarden mehr um mit viel Geld auzuhelfen, sie sind schon massiv verschuldet.

Es bleibt also bloss noch die Geldentwertung!

Eine Inflation in der Höhe von 5-10 % ist zu erwarten. Schon in einigen Monaten (der genaue Zeitpunkt kennt niemand) wird die Inflation deutlich nach oben schiessen. Zuletzt gab es eine solche Inflation in den 70er Jahren.

Im nächsten Post (Folge 2): Wer bezahlt und was nützt hier das Unternehmertum.

Mona und Sven 1000x mehr wert als ein Start-up?

Sonntag, April 25th, 2010

DominikTarolli

Spätestens seit der Bund Sven Epiney und Mona Vetsch wegen ihren Moderations-Nebenverdiensten in die Tasche greifen will, sind Entlöhungen an Events ein Thema.

Für die Moderation eines Events verlangen auch schon lokale Radiomoderatoren mehrere tausend Franken. Auch bei den Speakern wird kräftig abgesahnt und gerüchteweise versüssen sich z.B. Bill Clinton oder Al Gore ihren Auftritt mit mehreren hunderttausend Franken!

Da nur ein kleiner Teil der Startupper mal Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird, sind folgende Fragen viel spannender:

#1: Wurdet ihr schon einmal angefragt für ein Referat über euer Start-up?

#2: Falls ja, wieviel Zeit habt ihr total für das Referat investiert (Vorbereitung, Slides, Administration, An-/ Abreise etc.)?

#3: Habt ihr dafür Geld, ein Geschenk oder zumindest eine Spesenentschädigung bekommen?

#4: Sollten aus eurer Sicht Start-ups für ein Referat entschädigt werden oder findet ihr das nicht nötig?

Aus meiner Erfahrung geht man eher davon aus, dass man für Start-up Referate nichts bezahlt. Je nach Veranstalter oder Event bekommt man dafür ein Dankeschön-Geschenk. Zu unterscheiden gilt es nach meiner Erfahrung auch den Rahmen des Events. So hat z.B. das WEF wahrscheinlich ganz andere Möglichkeiten als ein BarCamp z.B.

Was sind eure Erfahrungen und Meinungen?

PS: Nächsten Freitag präsentiere ich Procedural am START-Summit im Pfalzkeller in St. Gallen. Ist jemand dort?

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Start-up Tipp #11: Ein Auge zudrücken lohnt sich!

Freitag, April 23rd, 2010

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Toni und Dorian haben Start-up Tipps aus ihrer aktuellen Erfahrung mit memonic.com und ihrem vormaligen Start-up local.ch gesammelt. Diese 22 Tipps ergänzen die Start-up Serie, die auf diesem Blog vor ein paar Monaten erschienen ist und lehnt sich an den Vortrag von memonic am zweiten StartupCamp in Basel an.

Dies ist kein Aufruf zum Schummeln.

Wenn man bei einem Internet-Provider die Internetanbindung als Privatperson mit fünf Mal höherer Geschwindigkeit zu einem Drittel des Preises erhält, dann lohnt sich die Registration als Privatanwender.

Wenn das Start-up erfolgreich wird, dann kommt der Zeitpunkt sowieso, wo sich der Upgrade auf ein Firmenkonto empfiehlt. Wenn das Start-up fehlschlägt, wurde viel Geld gespart.

Dasselbe gilt für eine ganze Reihe von Dienstleistungen. Überhaupt, ist man zu Beginn in einer heiklen Übergangsphase von privater Idee in das Baby-Stadium einer Firma. Und Babies brauchen viel Zuneigung und Freiraum. Da hilft es, auch mal ein Auge zuzudrücken.

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Start-up Tipp #10: Es ist eine virtuelle Welt

Mittwoch, April 21st, 2010

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Toni und Dorian haben Start-up Tipps aus ihrer aktuellen Erfahrung mit memonic.com und ihrem vormaligen Start-up local.ch gesammelt. Diese 22 Tipps ergänzen die Start-up Serie, die auf diesem Blog vor ein paar Monaten erschienen ist und lehnt sich an den Vortrag von memonic am zweiten StartupCamp in Basel an.

Endlich ist der grosse Server geliefert; und jetzt?

Benutze Virtualisierung.

Das Konzept gibt’s schon einige Zeit: Auf einem grossen Server wird ein anderer Computer emuliert oder „virtualisiert“. Mittels Virtualisierung können mehrer Computer (Gastsysteme) auf einem physischen Rechner (Hauptcomputer) betrieben werden. Dabei teilen sich die Gastsysteme die Ressourcen des Hauptcomputers.

Klar, etwas Leistung geht verloren. Letztendlich bedeutet Virtualisierung die Imitierung von physischer Hardware und das geht nicht ohne Abstriche an der Leistung. Mit immer schnelleren Rechnern wird dieser Nachteil längst aufgewogen.

Die Vorteile überwiegen: Weniger Platzverbrauch, flexiblere Entwicklungsumgebung und geringere Investitionen.

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Start-up Tipp #9: Hardware nie zu Listenpreisen kaufen – NIE!

Freitag, April 16th, 2010

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Toni und Dorian haben Start-up Tipps aus ihrer aktuellen Erfahrung mit memonic.com und ihrem vormaligen Start-up local.ch gesammelt. Diese 22 Tipps ergänzen die Start-up Serie, die auf diesem Blog vor ein paar Monaten erschienen ist und lehnt sich an den Vortrag von memonic am zweiten StartupCamp in Basel an.

Wie im letzten Post erwähnt, haben wir wegen der Flexibilität einen Entwicklungsserver à CHF 7’000 gekauft. Der offizielle Preis war weit über CHF 10’000.

Das Hardwaregeschäft ist vielfach eher mit einem orientalischen Bazar zu vergleichen, denn mit einer Migros mit fest angeschrieben Preisen. Angeschriebene Preise kennen zwar auch Hardware-Lieferanten wie Dell, IBM, HP, etc.. Aber eben, es ist wie im Bazar in Marrakesch: Wer den Listenpreis zahlt, ist ein Tourist.

Wie funktioniert das Spiel um Reduktionen? Am besten: Angebote vergleichen, direkt für einen Start-up Rabatt fragen und wenn das alles nicht hilft, mit einer Bestellung zwei Tage vor Quartalsende winken, aber eben nur gegen Preisnachlass.

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