Start-ups, Shirts und Studiengebühren

DominikTarolli

Anstatt mich über die schlechte Wirtschaftssituation zu beklagen oder gegen die Bolognareform und die Studiengebührenerhöhung zu protestieren, ergreife ich selbst die Initiative mit der Idee “Ich trage Ihr T-Shirt (ITIS).

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Das ist doch mal eine Ansage und Stefan, der Kopf hinter ITIS, ist mir schon ein paar Mal durch gute Inputs/Kommentare auf SwissStartups aufgefallen, deshalb hier mal ein paar Fragen an ihn:

#1: Wie kam Dir die Idee zu ITIS?
Ich finanziere mein Studium selber und komme nun ins sechste Semester. Da merkt man schon, dass das Ersparte langsam weniger und weniger wird, vor allem, wenn man vorher 5 Jahre gearbeitet hat und erst danach mit dem Studium begonnen hat. So habe ich mir dann eine Idee gesucht, wie ich mein Studium finanzieren könnte. Ich war im Sommer in Amerika und bin dann auf eine ähnliche Aktion aufmerksam geworden. Habe dann aber lange überlegt ob ich das wirklich so umsetzen soll oder nicht, weil man ja nie weiss, was man da für T-Shirts bekommt.

#2: Wieviel % der Tage sind schon ausgebucht?
Momentan bin ich bis Mitte April ausgebucht und es liegen schon weitere Buchungen für den Rest des Jahres vor. In Prozent sind es rund 37%.

#3: Welche Challenges stehen dem Projekt noch bevor?
Die günstigen Tage sind jetzt verkauft jetzt kommt das hard selling. Das Ziel ist es ja, wirklich jeden Tag zu verkaufen.
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#4: Was machst Du mit dem verdienten Geld?
Das verdiente Geld nutze ich eben zur Finanzierung meines Studiums und zudem schwebt mir immer noch die Gründung eines Start-ups im Kopf. Einen Businessplan habe ich schon einmal geschrieben, aber die Umsetzung…

#5: Warum sollte man ein Tag bei Dir buchen?
Weil man mit der Buchung eine coole Idee unterstützt und natürlich zu einem relativ günstigen Preis eine Promotion der eigenen Firma oder des Produktes erhält. Aus der Sicht des online Marketings gibt es durch den Blogeintrag und die Einbindung des Logos in den Buchungskalender 3 Backlinks und dadurch natürlich auch Traffic auf die eigene Website.

#6: Was waren bis jetzt die spannendsten/verrücktesten Erlebnisse rund um ITIS?
Überrascht war ich, dass ich so schnell soviele Buchungen zusammen hatte. Vor allem auch, dass die bekannten Medien wie Blick am Abend und Energy Zürich über ITIS berichtet haben. Verrückte Erlebnisse gab es bis jetzt eigentlich noch keine, aber am 13. April wird es eine verrückte Sache in Bezug auf das T-Shirt und die Firma geben.

Ich finde die Aktion sehr innovativ, aber der Erfolg des Projektes entscheidet sich wohl in den letzten 20 % des Projektes. Darum empfehle ich Dir #5 und #6 des D-Way zu konsultieren. Wünsche Dir viel Erfolg!

PS: Die Collage mit allen Tagesfotos kannst Du ja noch als Poster verkaufen. Das kauft Dir bestimmt jeder Kunde nochmals ab = Skalierbares Business Modell ;-) !

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6 Responses to “Start-ups, Shirts und Studiengebühren”

  1. Stefan Steiner Says:

    Hallo Dominik und vielen herzlichen Dank für deinen grossartigen Artikel. Die Punkte #5 und #6 des D-Way werde ich gerne weiterhin beherzigen! Ich hoffe natürlich, dass dein Artikel mir bei der Kontaktaufnahme mit potentiellen Kunden ebenfalls helfen wird.

    Die Idee mit den Fotos ist cool, das werde ich mir gerne merken!

    Gruss, viel Erfolg weiterhin mit deinem Start-up und happy weekend
    Stefan

  2. Dominik Tarolli Says:

    Lieber Stefan

    Besten Dank für Deinen Input und ich wünsche Dir auch ein gutes Weekend sowie viel Erfolg bei der weiteren Akquise.

    Gruss Dominik

  3. Blini Says:

    Ein Beispiel einer kurzsichtigen, egoistischen und erst noch kopierten Idee, die man nicht unterstützen sollte. Alle diese T-Shirts müssen gedruckt werden und wandern nach kurzer Zeit in den Abfall oder bestenfalls in die Altkleidersammlung.

    Ein Kleidungsstück kann eine Lebensdauer von mehreren Jahren oder Jahrzehnten haben. Diese T-Shirts haben eine von Tagen, Wochen oder Monaten. Wie wäre es, wenn das jeder machen würde?

    Das ist dekadent.

    Die Interviewfragen sind oberflächlich und klammern den Nachhaltigkeitsaspekt aus.

    Nicht nachahmenswert! Nicht unterstützenswert!

  4. Stefan Steiner Says:

    Lieber Blini

    Vielen herzlichen Dank für dein Feedback. Ich kann dir versichern, dass die T-Shirts bestimmt nicht in den Abfall wandern. Lass dich überraschen, was mit den T-Shirts in Zukunft passieren wird.

    Es stimmt nicht, dass alle T-Shirts extra gedruckt werden. Viele Firmen haben bereits Firmenshirts und stellen mir eines davon zur Verfügung.

    Wenn die Interviewfragen oberflächlich sind, was würdest du denn gerne zusätzliches wissen?

    Gruss Stefan

  5. Blini Says:

    Ich möchte mich nicht “überraschen lassen”, was mit den T-Shirts in Zukunft passiert. Ich möchte mich auch nicht “überraschen lassen”, was in Zukunft einmal mit dem heute produzierten Atommüll geschehen soll oder was wir machen werden, wenn sich die Atmosphäre um mehrere Grad Celsius erwärmt hat. Lieber will ich solche voraussehbaren Probleme von vornherein verhindern oder mindern. Ich will sehen, dass sich jemand Gedanken zur Nachhaltigkeit gemacht hat und mich davon überzeugen kann.
    Wenn ich nicht mit zufriedenstellender Sicherheit weiss, dass mein Tun nachhaltig ist, lasse ich es bleiben oder ändere mein Verhalten. Denken, dann erst Handeln, lautet die Devise.

    Auch jene T-Shirts, die bereits in einem Lager vorhanden waren, mussten bedruckt werden. Direkt und indirekt förderst du die Verwendung von T-Shirts als Kurzzeit-Werbemittel. Das ist aus ökologischer Sicht unsinnig, verantwortungslos und verwerflich. Was immer du tun wirst: Ein solches T-Shirt ist als kurzlebiges Werbemittel entartet und hat einen kürzeren funktionalen Lebenszyklus als ein T-Shirt, das man als langlebiges Kleidungsstück produziert und erwirbt.

    Du lehnst das Tragen von T-Shirts schlechter Qualität ab, stellst aber keine Ansprüche an die Nachhaltigkeit der Produktion der T-Shirts (Kinderarbeit? Faire Produktion? Fair Trade? Umweltverträgliche Herstellung?). In einem nicht lokal, herkömmlich produzierten T-Shirt stecken mehrere Deziliter Öl an grauer Energie, ein wesentlicher Teil davon durch den Transport verursacht.

    Du erlaubst keine gesetzeswidrige, politische oder pornographische Werbung. Gegen Geld als Person für einen Waffenproduzenten, Regenwaldzerstörer, Porsche oder ein anderes Drecksgeschäft (http://www.publiceye.ch/de/ranking/ für Beispiele) zu werben schliesst du hingegen in den AGB nicht aus. Hauptsache, du verkaufst alle Tage.

    Solche Fragen und Antworten auf solche Fragen vermisse ich sowohl im Interview als auch auf deiner Webseite. Was dich nicht davon abhält, deiner Webseite mit “Green Park 2″ einen grünen Anstrich zu geben.

    Heute ist vernetztes, integratives und nachhaltiges Denken obligatorisch und sollte eine Selbstverständlichkeit sein in jeder Disziplin. Erst wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, wird eine Idee allenfalls unterstützungswürdig. “Ich trage Ihr T-Shirt” ist es nicht.

  6. Dominik Tarolli Says:

    Lieber Blini

    Besten Dank für Deinen Input und Du gehst das Thema sehr passioniert an.

    Damit wir offen weiterdiskutieren können, bitte ich Dich, Deine Identität oder zumindest Deinen richtigen Namen preiszugeben.

    OK für Dich?

    Gruss Dominik

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