Geheimtipps fürs Start-up Networking

DominikTarolli

Als Start-up ist man darauf angewiesen gute Beziehungen zu Menschen wie auch Unternehmen aufzubauen respektive unterhalten. Folgende Punkte können helfen hier ein effektives Networking zu betreiben:

#1: Für ein Schiff das seinen Hafen nicht kennt, weht kein Wind günstig. Bevor ich an einen Event gehe, will ich wissen wer dort anwesend ist. Meistens schreibe ich die Leute auch schon vor dem Event an. Vorbereitung ist das A & 0 und die heutigen digitalen Hilfsmittel erleichtern einem die Arbeit sehr. Erstaunlicherweise wird es aber nur sehr selten praktiziert.

#2: So what?: Die angeschriebenen Leute sollen einen Mehrwert haben, wenn sie mich am Event sehen. Deshalb muss sich das obengenannte E-Mail immer auf den Nutzen des Gegenüber beziehen. Auch gut sind gemeinsame Bekannte, die man ja relativ schnell via XING, LinkedIn, Facebook etc. herausfinden kann. Sollte das “Objekt der Begierde” einen Twitter-Account haben, dann unbedingt followen.

#3: Leute, die man zum ersten Mal trifft, sind an einem Event besonders schwer zu finden (einfach weil meistens sehr viele Leute anwesend sind). Da empfiehlt es sich ein Foto auszudrucken und überpünktlich beim Event zu erscheinen (30 Minuten vor dem offiziellen Start). So kann man sich strategisch geschickt beim Eingang positionieren um so den ersten Kontakt herzustellen. Zugleich kann man sich dann auch noch mit dem Veranstalter verbrüdern, der einem bei erfolgloser Suche sicher weiterhelfen kann.

#4: Um den Kontakt mit (Keynote-)Speakern herzustellen, genügt ein einfaches Warten nach dem Speech am Bühnenrand. Am besten reiht man sich zuhinterst in der Schlange ein. Damit bekommt man meisten die längste “Sprechzeit” (weil nachher kommt ja niemand mehr) und die statistische Wahrscheinlichkeit auf eine Zusage für unser Begehren steigt (weil er schon vorher 5x Nein gesagt hat). Da die (Keynote-)Speaker auch meistens noch ein Bier trinken wollen, kann man dann gleich noch mit ihnen anstossen oder das Gespräch an der Bar weiterführen!

#5: Ein weitere Geheimtipp ist lange zu bleiben. Unter den letzten Anwesenden bei einem Event befinden sich meistens a) der Veranstalter b) die “Apéröler” und c) aufstrebendes Mittelmanagement. In dieser Runde kommt man sehr schnell zum “Duzis” und das kann sehr oft der Eintrittspunkt zum Top-Shot resp. Top-Auftrag sein.

Welche Networking Geheimtipps habt ihr? Eventuell auch digitale Networking-Tipps?

IMG_0089

IMG_0105

5 Responses to “Geheimtipps fürs Start-up Networking”

  1. Andreas Amsler Says:

    Nicht nur selber reden, sondern fragen, zuhören und diskutieren – nichts ist langweiliger als one-way-kommunikation. Ich toure gerade durch die kantone zürich und bern und gebe bei wahlen kandidierenden tipps, wie sie das netz nutzen können. Deren Feedbacks sind mindestens so wichtig – gerade auch für ein nachhaltiges networking – wie die Bereitschaft, unser Angebot zu nutzen.

  2. dtarolli Says:

    Lieber Andreas

    Besten Dank für Dein Feedback.

    Gibt es eigentlich aus Deine Sicht Unterschiede im Networking von Start-ups und Politikern oder gelten grundsätzliche Regeln für beide Gruppen?

    Gruss Dominik

  3. Rinaldo Dieziger Says:

    War diesen Donnerstag in Berlin am Megaphon-Event. Preisverleihung für Werber. Niemanden gekannt. Bis am Schluss geblieben. Die besten Kontakte kamen in den letzten beiden Stunden zustande. Und: die hatten eine Twitterwall. Und wir unsere weissen Anzüge montiert. Dann haben wir eine Nachricht auf die Twitterwall geschickt: “Wer sind eigentlich die drei Männer in den weissen Anzügen?”. Und prompt kamen Sie angeflogen, die Kontakte!

  4. Dominik Tarolli Says:

    Lieber Rini

    Besten Dank für den Superinput!

    Noch eine Frage: waren die angeflogenen Kontakte tekk-affine (wegen Twitterwall) und hat sich daraus was ergeben?

    Gruss Dominik

  5. Rinaldo Dieziger Says:

    Nein. Twitter ist ein Nachrichtenkanal und als solcher für Werbeleute automatisch interessant. Social Media Marketing war eines der meistgehörten Wörter an dem Abend.

Leave a Reply