Pensionskassengeld für Start-ups?
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Hatten wir diese Diskussion nicht schon?
(Original-Story aus dem Tagesanzeiger)
Nur eine Bemerkung am Rande: Bin mir nicht ganz sicher, aber die Verluste, die die Aktien der Blue Chips Unternehmen den Pensionskassen beigefügt haben, könnten die Start-up auch locker bringen! Deshalb eine Frage an euch:
#1: Würdet ihr euch wohlfühlen, wenn die Pensionskassen ein halbes Prozent ihres Sparkapital in Jungunternehmen investieren würden?
Danke für das Feedback und vergesst nicht, es ist euer Geld!
PS: Wieviel Geld ist eigentlich ein halbes Prozent? Weiss das jemand?


Oktober 20th, 2009 at 12:00
Wie sollte die Vergabe wohl Ablaufen? Solange die Krankenkassen immer noch die wichtigsten Kunden von USM Haller sind, die Billag-gesponserten halbstaatlichen Medieninstitute sich vier Consulting Unternehmen für das gleiche Projekt leisten und die AHV die tiefste personelle Ressourcen-Auslastung aller mir bekannten Unternehmensgefüge haben – bezweifle ich, dass das Spar-Halb-Prozent sinnvoll eingesetzt werden kann…
Grüsse
Hans
Oktober 20th, 2009 at 12:17
Lieber Hans
Besten Dank für Deinen Input.
Gemäss meinen Quellen soll die Forderung der FDP nicht mehr im Programm sein d.h. sie ist abgeschmettert worden.
Was hältst Du eigentlich von einer Steuervergünstigung für Investments in Start-ups (z.B. bei Verlust kann man den Betrag dem Einkommen anrechnen lassen)?
Gruss Dominik
Oktober 20th, 2009 at 12:24
Mir würde schon reichen, wenn die Gebühren nicht so hoch wären – ich habe letzte Woche eine Stammkapitalerhöhung über 20’000 durchgeführt und dafür über 5% Gebühren zahlen müssen. Die muss man auch zuerst mal zusammenkratzen.
Oktober 20th, 2009 at 14:46
Hallo Dominik,
Ich find’s unsinnig. Was passiert dann bei einem Börsengang? verdoppeln, multiplizieren um Faktor Jahre und Goodwill?
Nein. Ich finde den aktuell gesteckten Rahmen generell gut. Ich bin ein absoluter Gegner, dass die Founder selbst Kapital benötigen. Wenn einer schon eine so gute Idee hat, dass andere bereit sind ein paar hundertausend Franken zu investieren, sollte der Founder finanziell unbelastet bleiben.
Investoren gehen ein kalkuliertes Risiko ein. Founder setzen oft Ihre finanziellen Reserven, Pensionskasse, Ihr gesamtes Netzwerk und das private Umfeld auf’s Spiel. Die meisten Start-ups erhalten zu wenig Kapital um überhaupt eine Chance auf Erfolg zu haben.
Vor mir liegt gerade ein Projekt für ein Schuhgeschäft einer russischen Trendmarke mit Standorten in Basel, Zürich, Luzern und Lugano. Je Standort liegt das Vorprojekt bereits im hohen fünfstelligen Bereich.
Mein Statement dazu: Founder sollen kein Kapital benötigen. Investoren dürfen nur investieren, wenn Sie sich keine Gedanken zur Einkommenssteuer machen. Gute Investoren werden mir in beiden Punkten beipflichten.
Oktober 20th, 2009 at 14:49
@Vlasti
Was für einen Grund gibt es jedoch bei einer GmbH das Stammkapital um 20K zu erhöhen? Was nutzt eine 40K GmbH mehr als 20K?
Oktober 20th, 2009 at 14:57
@Hansi: Ist jetzt eine 50K GmbH. Der Grund ist, dass die Thurgauer Kantonalbank Unterstützung für Jungunternehmer bietet, bei der die zum Vorzugszins gewährte Kreditlimite von der Höhe des Stammkapitals abhängt. Mehr Info: http://www.tkb.ch/index.cfm?navold=28&navid=1637
Oktober 20th, 2009 at 15:02
Edit: Und ja, Hansi, ich gebe dir schon Recht, aber woher soll ich Kohle kriegen, wenn ich von meiner Idee überzeugt bin und alle sonst warten, bis meine Software “verkaufsreif” ist? Der Spass wird mich 50’000 kosten, die ich durch Privatkredite meiner Familie vom Mund absparen muss. Und ja, bei Venture 2007, Heuberger und Venturekick hab ich mich schon erfolglos beworben. Es gibt kein Geld nur für eine Folienpräsentation. Ich habe bereits schon Kundnetermine gehabt, damit diese helfen, die Software fertigzufinanzieren. Aber vom Staat oder den Pensionskassen? Eher nicht.
November 9th, 2009 at 09:32
0.5 % sind ca. 3.5 Mrd. Franken.