Herzblut Unternehmertum
Nachdem Dominik den Ball aufgegriffen hat – und über den Artikel “ansteckender Unternehmergeist” berichtet hat – habe ich mich gefragt, wieso es diesen Spirit gibt – und was die Motivation von uns “ehemaligen IFJ’ler” war, eigene Firmen zu gründen und aufzubauen. Ich kann natürlich nur von meinem eigenen Jahr in der Welt der Entreprenerus berichten.
Was ist also meine Motivaion?
Ich glaube alle Entrepreneurs die man befragt – geben einem 100 Gründe wieso man eine eigene Firma auf keinen Fall gründen soll. Alle Rückschläge, Frustrationen und das nervenaufreibende Unwissen Tag für Tag nagt ja schon. Aber dann passiert das, was ich das “glänzende Äuglein Syndrom” nenne: Sie beginnen 1000 Gründe aufzuzählen, wieso man doch ein Unternehmen aufbauen soll – und zwar besser heute als morgen.
Habt ihr schoneinmal Unternehmer untereinander übers Entrepreneurship sprechen hören? Das tönt dann wie die TV-Shop Sendungen – in denen mit Begeisterung und voller Freude das Messerset oder den Mixer angepriesen wird.
Was sind meine Gründe dafür:
Leidenschaft: Die Leidenschaft die man als Entrepreneur für sein Start-up, dem Leben als Entrepreneur, und dem Glauben an seine Vision empfindet, ist einfach unbeschreiblich. Man ist mit seiner Firma ja zum Erfolg verdammt. Die Erfahrungen und täglichen Herausforderungen die einem begegnen, machen das Entrepreneurship zum Lifestyle und haben Suchpotential. Man sieht, dass die täglichen Entscheidungen die man trifft ganz direkt Auswirkungen und zwar sofort haben. Wo erlebt man das sonst? Leidenschaft ist das Benzin für ein erfolgreiches Business, es ist Motivator und Antreiber – denn durch mein Start-up spüre ich erst diese Leidenschaft.
Andere Wege gehen Einer meiner Lieblingswerbespots ist der von Apple “Think Differentt”. Anders sein, neue Wege gehen: die Welt ändern, das ist und bleibt ein Mantra, welches viele Unternehmer pflegen. Natürlich ändert nicht jedes Business die Welt – aber daran zu glauben zeugt doch von Leidenschaft. Ein eigenes Business aufzubauen gibt einem also die Möglichkeit die Welt zu ändern!
Werte schaffen Unternehmer erschaffen, bauen und setzen um. Und das was man erschafft – schafft mittelfristig Wert. Als bedonders schön, empfinde ich die Tatsache, dass das was wir machen, Anderen einen Nutzen und Freude bringt. Ihnen im persönlichen Leben “Wert” schafft. Was mir an dieser “Werterschaffung” auffällt ist die Community die sich in der Start-up Szene gebildet hat und mit der man diese Wertschöpfung teilen kann.
Erfolg & Geld Keine Frage – jeder Unternehmer träumt vom grossen Durchbruch. Geld ist sicherlich ein grosser Motivator – ich glaube aber nicht der Grösste. Kurz- und Mittelfristig verdient man in einem Job sicherlich mehr als in einem Start-up. Aber bitte: als Unternehmer hat man jederzeit die Möglichkeit den Jackpot zu knacken und auch finanziell durchzustarten! Das schönste daran, nicht nur aus purem Glück, sondern weil man hart daran gearbeitet hat. Ich hab den Erfolg selber in der eigenen Hand!
Alle erfolgreichen Unternehmer die ich kennengelernt habe, erzählen mir vom Unternehmervirus – dieser Sucht es immer und immer wieder zu probieren. Die Erlebnisse, Learnings und Grenzerfahrung sind einfach zu prägsam – man wird süchtig danach!
Unternehmer möchten also Erschaffen, Aendern, Werte steigern, Wohlstand fördern und die Welt ändern. Das kann man als Angestellter leider nicht. Und ich kenn keinen Job der Welt der dieselben Anreize und Motivation schafft wie der des Unternehmers.. Ich bereue bisher keine Sekunde!
März 13th, 2009 at 11:56
Lieber Roman
Toller Beitrag!
Aus meiner Sicht ist das Herzblut das man investiert der Unterschied zwischen “gut” und “sehr gut”. Vorallem aber kann man Herzblut nicht vortäuschen und man spürt es sehr genau, wenn jemand bei der Sache ist oder nichtl
Gruss Dominik
PS: Eine spannende Frage habe ich noch: Wann würdest Du bereuen jemals ein Unternehmer gewesen zu sein oder was müsste passieren, dass Du so denken würdest?
März 13th, 2009 at 13:38
Ciao Domi
Danke für Dein Statement. Ich denke, bereuen werde ich es nie, denn die intensive und krasse ERfahrung und Learnings im letzten Jahr kann mir niemand nehmen. Es würde mir dann keinen Spass mehr machen, wenn ich nichts mehr “unternehmen” kann resp. wieder reiner “Befehlsempfänger” in der eigenen Bude…
Grüsse
Roman
März 13th, 2009 at 16:44
Hallo Dominik
Zur deiner Frage bezüglich bereuen. Das würde ich dann, wenn ich private Kredite nicht mehr zurück bezahlen könnte oder Beziehungen dadurch scheitern würden, die ich nicht verlieren möchte. Bis jetzt geht zum Glück alles gut, ist aber auch eine Frage des gewollten Risikos. Den Schritt gewagt zu haben bereue ich auch nie, sind ja doch bereits 5 Jahre vorbei und es macht jeden Tag Freude vieles selbst in die Hand nehmen zu können.
Unternehmer zu sein hat den Unterschied, dass die Höhen und Tiefen viel extremer wahr genommen werden. Natürlich ist ersteres der tägliche Trieb alles zu geben!
Schönes Wochenende wünscht
Erik Beyer