Schauen Startupper/innen noch TV?
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Ich bin/war ein grosser Fan von Zattoo und schätze den CEO, Beat Knecht, sehr. Gerne erinnere ich mich auch noch daran, dass wir mit den venture leaders, die Fussball WM über Zatto am Babson College in einer Pause geschaut haben. Unvergessliche Momente!
Die einzige Erfolgsreserve bei Zattoo fand ich, dass es eine Software war und man es lokal auf dem PC haben musste. Das müsste doch auch anders gehen nämlich webbasiert, oder? Via Bös Blog habe ich dann von Wilmaa erfahren und ich habe es mit Begeisterung getestet.
Wie geht es?
#0: www.wilmaa.com (wie die von den Flintstones…)
#1: Einmalige Registrierung.
#2: Man wird dann von einer Werbung begrüsst (auch TV 2.0 arbeitet mit Werbung…keine Innovation auf dieser Seite)
#3: Der Sender Deiner Wahl (alle wichtigen 22 Sender sind dabei) wird rechts von der Programmpalette gewählt.
#4: Zappen funktioniert eigentlich nur schlecht, weil immer zwischen dem Channel Switch eine Werbung eingestrahlt wird. Da überlegt man es sich zweimal ob man den Channel ändern will….
Ich schaue eigentlich nur bei Grossereignissen oder aus Langeweile (was praktisch nicht vorkommt) Fernsehen. Bei Grossanlässen wie z.B. Skifahren oder Finale von Roger Federer hat Wilmaa sehr gut funktioniert d.h. keine Bildwackler oder Pixelorgien. Dies war jeweils bei Zattoo ein bisschen kritisch, wenn zuviele Leute eine Sendung schauen wollten.
In diesem Sinne würde mich von Dir noch interessieren:
#1: Wieviel TV-Stunden pro Woche stehen bei Dir auf dem Programm?
#2: Was ist der Ratio Internet-Freizeit (nicht Work!) und Fernsehen?
#3: Bist Du ein Zatto’er und wenn ja, wie gefällt Dir das Konzept von Wilmaa?
Besten Dank für die Feedbacks und ich bin mir sicher, dass Zattoo bald mal auf Wilmaa reagieren wird.
PS: Habe gerade noch erfahren, dass Goldbach Media 50% von Wilmaa schon aufgekauft hat. Was wahrscheinlich ein strategisches Investment war…




Februar 12th, 2009 at 21:39
Hallo,
#1: Bei mir stehen in etwa 2-4 Stunden pro Woche auf dem Programm.
Praktisch nur mehr die Abendnachrichten, aber nicht jeden Tag. Ab und zu ein Skirennen oder ein guter Film. Alles auf Zattoo, denn Fernseher besitze ich schon lange keinen mehr.
#2: Praktisch alles Internet Freizeit, und nur mehr wenig Fernsehen.
Und wenn ich fernsehe, dann nur im Internet via Zattoo.
#3: Ja ich bin seit langem ein Zattoo’er. Wilmaa ist sicher auch nicht schlecht, aber einige Dinge habe ich bemerkt:
Positiv:
a) Einfach ansurfen, dann schauen. Kein Software download.
b) Keine Wartezeit bis Player gestartet, aber 30sec Werbesport am Anfang.
c) Qualität passabel, für das gelegentliche Schauen wirklich ausreichend.
Nicht ganz so positiv:
a) Wilmaa hat nur 22 Kanäle im Angebot, Zattoo ein Vielfaches davon.
b) Wilmaa bietet keinen Zweikanal-Stereoton, Zattoo schon
c) Wilmaa’s Qualität ist zwar gut, aber die HIQ von Zattoo ist unschlagbar
d) Wilmaa nimmt ein ganzes Browserfenster in Anspruch, und eignet sich nicht so gut wie Zattoo zum Multitasking – Zattoo kann ich eben ganz einfach in einem kleinen Fenster neben meiner Hauptanwendung (Email) laufen lassen.
e) Wilmaa ist nicht für kleinere Schirme geeignet (zB Netbook)
f) Wilmaa hat kein Programmheft eingebaut
g) Wilmaa funktioniert nur in der Schweiz, Zattoo in mehreren Ländern.
Also:
— Für das richtige PC Fernseherlebnis : Zattoo
— Für das gelegentliche Reinschauen : Wilmaa
Übrigens: Ich habe gehört, dass eine Browser Version von Zattoo bereits im Anrollen ist. Man darf ja gespannt sein. Dann muss man wohl diesen Eintrag nochmals schreiben.
Februar 12th, 2009 at 22:57
Lieber Max
Du bist Profi und besten Dank für die tolle Analyse.
Würde mich riesig über eine Browser Version von Zattoo freuen und ich denke längerfristig ist es der richtige Weg oder wie schätzt Du das ein?
Gruss Dominik
Februar 13th, 2009 at 12:21
Dominik,
wenn man ins Web schaut, ist überall ein Trend weg von einer PC Applikation zu einer Web Anwendung feststellbar: Email, Messenger, Google Docs, Youtube, Google Earth, Nello, Wilmaa, etc. Und jetzt eben Zattoo.
Wenn die Bandbreiten und Serverkapazitäten weiter so wachsen, wird in einigen Jahren irgendwann mal nur mehr der Browser übrigbleiben, zumindest für die meisten Anwendungen die man täglich so braucht (der Browser übernimmt also teilweise die Rolle des Betriebssystems als Applikationsplatform).
Max