Start-up Marathon #3: Entlassungen!
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Habe gerade ein sehr persönliches E-Mail von Jason Calacanis (CEO, Mahaolo) gelesen, wo er beschreibt, wie er durch den schmerzhaften Prozess der Entlassungen gegangen ist, weil sie soeben 10 % der Crew entlassen haben.
Die Transparenz, Ungeschminktheit und Ehrlichkeit der Zeilen ist einmalig und haben mich stark beeindruckt.
Leider darf man es nicht auf dem Web veröffentlichen, aber ich werde es gerne forwarden, wenn ihr mir an info(ät)SwissStartups.com schreibt. Ein kleine Zusammenfassung könnt ihr auch hier lesen.
Wann werden die Zeiten wieder besser resp. wann ist die Talsohle erreicht?
#1: Wenn Google und Apple ein Quartalsergebnis völlig vergeigen.
#2: Wenn die Arbeitslosen zahlen wieder sinken und das Konsumentenvertrauen wieder nach oben geht (und nicht umgekehrt wie das jetzt der Fall ist!).
#3: Wenn der Blick nicht mehr über die Börse schreibt.
Freue mich auf euren Input.


Oktober 23rd, 2008 at 22:20
ganz klar die nr. 3 – der endkonsument trägt einen sehr grossen teil dazu bei, damit die wirtschaft nicht an schwung verliert. wird er von den medien negativ beinflusst, verliert er das vertrauen. ergo kauft er lieber eine wurst, anstatt ein feines argentinisches stück fleisch.
also lieber blick: bring doch bitte mehr seite 3 girls, dann klappt es auch wieder mit der wirtschaft!
Oktober 24th, 2008 at 06:06
Lieber Don
Besten Dank für Dein Epic-Feedback.
Ich habe noch nie etwas wahreres als Dein Statement gehört und wir sollten es direkt in die Redaktionsstuben vom Blick schicken! Tätsch, Bäng, Märäng!
Gruss Dominik
Oktober 24th, 2008 at 17:00
Ich denke, dass das noch nicht so einfach und so schnell über die Bühne geht. Eigentlich hat es ja noch gar nicht angefangen. Die Reaktionen aus dem Silicon Valley sind einfach heute viel transparenter als noch im 1999 oder 2000. Und man hat von den damaligen Fehlern gelernt. Am Ende gilt heute für ein Startup überleben ist alles und beginn nicht erst darüber nachzudenken wie, wenn es zu spät ist.
Oktober 25th, 2008 at 00:16
Lieber Domi und Don – also ich kurble die Wirtschaft seit Jahren an
….
Im Ernst: was ich mich frage, ist jetzt eine gute oder eine schechte Zeit ein Startup zu gründen? (I Know: es gibt keine schlechte Zeit). Als Anregung dazu: nun wirds ein Startup Boom geben: 10’000 arbeitslosen Investmentbanker Wallstreet bleibt nichts anderes übrig oder?
Oktober 25th, 2008 at 00:18
Nachtrag: Ich glaube, jedes Startup, dass isich n schlechten Zeiten behaupten kann, wird in guten Zeiten abheben….
Oktober 25th, 2008 at 21:23
@Peter:
Welche konkreten Massnahmen muss ein Start-ups jetzt machen, damit es aus Deiner Sicht gewappnet ist für die kommenden Zeiten?
Gruss Dominik
@Roman:
An uns kann es bestimmt nicht liegen, wenn der Konsum in die Knie geht. Eventuell müssten wir noch eine Serie starten, wie man eine Rezession verhindern kann und was man alles konsumieren sollte! Wäre noch spassig, oder? Jeder schreibt auf, was er am Konsumieren ist!
Oktober 26th, 2008 at 21:37
Hallo Dominik
Zwei kleine Sachen:
)
- Das Start-up heisst Mahalo.com und nicht Mahaolo.com (deshalb linkst du auch zu Sedo
- Ich bin auch der Meinung, dass die Presse eine grosse Mitschuld hat. Aber so ist es halt: Panikmache verkauft sich fast so gut wie Sex
Gruss
Stefan
Oktober 27th, 2008 at 08:09
Lieber Stefan
Besten Dank für die Inputs und die Korrektur!
Mit Panik lässt sich schon recht viel Geld machen, wenn man nur an die Kurssprünge (extreme Ausschläge nach oben und unten) im letzten Monat denkt, dann haben sich einige eine goldene Nase verdient.
Unglaublich nicht?
Gruss Dominik
November 3rd, 2008 at 23:07
@Dominik: Es gibt nicht DAS Model. Jedes Startup ist unterschiedlich und muss seine Situation individuell beurteilen. Generell gilt: Marktbedingungen ändern sich laufend! Das ist nichts neues und muss jedes Startup immer und immer wieder beschäftigen.
Nun es gibt die unsäglichen Silicon Valley Ratschläge:
- Entlasse mal 1/3 der Belegschaft dan geht’s dir schon viel besser und so…
Ich bin der Meinung, dass folgende Dinge wichtig sind:
1: Refinanzierung/Neufinanzierung ist in solchen Zeiten nicht einfach. Je mehr ich Cash behalte (Burn-Rate reduzieren) und je länger ich Cash habe (Burn-Rate reduzieren) umso grösser ist meine Handlungsfreiheit – Das Schlüsselwort heisst also Handlungsfreiheit! Und danach sollte ich alle meine Handlungen richten.
2. Kosten – und zwar jeden Franken/Euro zwei Mal – Nein – drei Mal umdrehen bevor ich ihn ausgebe.
3. Starte ein Kostensenkungsprogramm mit deinen Leuten – es sit erstaunlich, was da normalerweise an den Tag kommt. Ich weiss noch von unserer schwierigen Zeit bei GenevaLogic Anfang 2002 wie unsere Leute Sachen gefunden haben, die uns enorm viel Geld gespart haben.
4. Umsätze – Break-Even – sofort nach neuen Umsatzströmen sourcen! Was ist möglich, was ist realistisch – eventuell schneller Monetarisieren als geplant – vielleicht früher für einen Service zahlen lassen… Wenn immer möglich Cash-Positiv werden!
Nochmals, auch das sind keine Wundertüten Rezepte! Jedes Startup muss selbst analysieren was gut ist. Wichtig ist: Mache auch einen Plan B – was ist wenn das und das Eintritt? Szenarien entwickeln ist immer wichtig – heute aber noch viel mehr als gestern!
Das sind gute Zeiten – den hier überleben nur die besten! Oder was wollt Ihr sonst sein?