Start-up Marathon #1: Die Analyse (Cash is King)!

DominikTarolli

Bevor wir uns fit machen, müssen wir wissen, warum überhaupt Start-up scheitern. Einen pragmatischen Input habe ich bei Jason Calacanis gefunden, der drei Gründe für ein möglichen Fail sieht:

#1: Bad Idea

#2: Bad Execution

#3: Outside Factors

Zu den drei Punkten ganz pragmatischen Ausführungen:

Bad Idea
Der Markt hat grundsätzlich immer recht (auch während der Finanzkrise!) und eine “bad idea” ist in der momentanen Marktumgebung eine Idee, die kurz- und mittelfristig keinen Cash generiert!

Bad Execution
Bitte 10 Personen (60 % Mitarbeiter / 20 % Kunden / 10 % Konkurrenten / 10 % Friends & Family), dass sie dein Produkt/Service/Web 2.0 Plattform etc. auf einer Skala von 1-10 werten. Zähle alle Resultate zusammen. Wenn das Resultat:

> 7 = OK
< 7 = Schwierig

Outside Factors
Aus meiner Sicht, sind das die natürlichsten aber auch die härtesten Faktoren, weil man sie einfach nicht beeinflussen kann. Darum kann es nur über Worst-Case-Szenario Planung gehen; heisst was passiert, wenn ich nur noch 20 % meiner bisherigen Verkäufe mache? Gleichzeitig auch umschalten von einer Erfolgsrechnung auf eine Liquiditätsrechnung. In den nächsten Jahren braucht man Cash und nicht Profitibiliät!

Wie seht ihr das?

PS: Der Post wurde von Jason Calacanis letztem Newsletter beeinflusst, den ihr hier lesen könnt!

4 Responses to “Start-up Marathon #1: Die Analyse (Cash is King)!”

  1. Sven Says:

    Zu 1: Absolut auch meine Sichtweise. Eine schlechte Idee gut umgesetzt verlängert nur den Leidensprozess und frisst Löcher in eigene und fremde Geldtaschen.

    Zu 2: Unter Bad “execution” würde ich neben der subjektiven (aber extrem wichtigen) Aussensicht, -bewertung, auch die tägliche “execution” des Teams (Daily business, quality management, Übertragung auf den Markt etc.) bewerten. Zudem muss die Execution (welche auch immer) in einem Zeitkontext gesehen werden. Die Art und Weise wie etwas ausgeführt wird muss den jeweiligen Anforderungen, internen und auch externen Faktoren angepasst werden.

    Damit zu 3: Hier ist tatsächlich eine relativ grosse Unbekannte im Spiel, die aber Einen “fairen” Punkt mit sich bringt. Meistens gelten sie für alle gleichermassen. Natürlich kommt es hier jetzt im Detail darauf an, welche Externen Faktoren man meint. Die derzeitige Finanzmarktkrise oder der Ansprechspartner in der Hausbank, rep. VC Partner (intern oder extern? ;-)

    Ganz wichtig finde ich den genannten Aspekt zur finanziellen Betrachtungsweise der eigenen Ressourcen. Hier den Blick mehr auf Cash (und DB1/2) zu legen, als primär auf eine Erfolgsrechnung kann ich nur aus eigener Erfahrung bestätigen. Nicht umsonst heisst es zu Beginn erstmal “Umsatz ist das Herzblut des Unternehmens”. Solange Cash fliesst lebt man noch.

  2. dtarolli Says:

    Lieber Sven

    Besten Dank für den wertvollen Input!

    Hast Du irgendeinen Tipp oder Trick, wie man/ihr die tägliche Execution messt. Ist wahrscheinlich eine Fleissaufgabe mit Zielen etc., oder?

    Gruss Dominik

  3. Sven Says:

    Hi Dominik

    dies lässt sich durch kleine und grössere Ziele/Massnahmen steuern. Wir haben hier bspw. folgende daily points (Asuwahl):
    Efficiency (wie schnell mach is es)
    - Nie mehr als 1 offizielles Meeting pro Tag.
    - Ein Meeting wird nur im stehen ausgeführt
    - Task liste auf zentralem Server muss vor jedem Meeting von jedem Participant aktualisiert werden. Sonst gibts gratis Kuchen am nächsten Tag.
    - Statistik betreffend Kundenkontakte (aufgeteilt nach +/-; neu/alt etc.) pro Woche, werden auf einen allen ersichtlichen Flatscreen für alle angezeigt, je nach MA.

    Effectivness (wie gut mach ich es)
    - Wöchentliche Feedback Kontrolle pro Kundenkontakt
    - Verhältnis zwischen Umsatz pro Kunde und Anzahl getätigter Kundenkontakte. Ziele werden durch MA selbst gesetzt und dann mit Management besprochen
    - news/Blog Aktivität und feedback in presse/blog über die Firma. Werden gesammelt und 1 mal im Monat ausgewertet

    etc. etc. Dies muss natürlich immer auf das jeweilige Unternehmen abgestimmt werden. Ich habe aber grundsätzlich gute Erfahrungen gemacht, indem man a) die Aufteilung auf Effizienz und Effektivität setzt, b) viele Ziele selbst durch die Mitarbeiter setzten lässt (ev. mit Nachbesprechung) und diese entweder indiv. oder öffentlich (mit Belohnung) kontrolliert.

    In den oben genannten Beispielen geht es jetzt mehr um Sales (eCatering Unternehmen). In einem anderen Startup, welches ich derzeit aufbaue (noch im Stealth mode) wird es allerdings um teils andere Steuer-, und Messgrössen gehen.

    Gruss Sven

  4. woobby» Blogarchiv » Happy Birthday, woobby! 1 Jahr online - ein Fazit Says:

    [...] wollen wir gerne an andere Start-ups weitergeben, die noch am Anfang stehen. Denn viele unsere Fehler hätten wir uns gerne geschenkt. Wir schenken sie jetzt anderen. Zum Lesen. Und kommentieren. [...]

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