Seid ihr wirklich sicher, liebes mite-Team?
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Diesen März hatte ich das Doodle-Feeling mit mite, einem webbasierten Zeiterfassungstool aus Deutschland. Seither hat sich aber einiges geändert!
Weil mir mite sehr am Herzen liegt, möchte ich folgende Gedanken mit euch und mite teilen.
Fassen wir zuerst zusammen, was mite überhaupt ist. mite ist webbasiert, man muss täglich darauf zugreifen (um die Zeiten zu erfassen) und mite kennt seine Benutzer sehr genau! Aufgrund der Analyse webbasiert, regelmässiger Zugriff, viele Pageviews und die genaue Einschränkung der User (=wenig Streuverlust) gibt es eigentlich nur ein Business Model, oder?
Richtig! Via Online Werbung versuchen so viele User wie nur möglich zu bekommen und dann den Traffic monetarisieren. Erfolgreiche Beispiele wie z.B. Xing, Facebook, doodle etc. zeigen, dass das ein nicht-ungehbares Model ist.
Was macht mite? Sie starten mit einem Bezahl-Model für € 5 / Monat / User…….und für Bestehende Kunde gilt der Grundsatz “Zahl so fair du bist”! Jetzt stellen sich mir folgende Shootous:
Shootout #1: Welche Analysen, Überlegungen, Genieblitze etc. lagen dem Yolk-Team (so heisst die Firma von mite) zu Grunde dieses Business Model zu wählen?
Shootout #2: Wie haben sich die User (launchbereinigt) seit dem neuen Business Model entwickelt oder anders gefragt, wie hoch ist die Einsteigsbarriere von €5?
Shootout #3: Warum gibt es keinen freien Trial von mite?
Shootout #4: Wieviele zahlende User braucht mite um Break-Even zu sein?
Shootout #5: Wenn das Donate- oder “Zahl so fair du bist”-Programm nicht mal für Wikipedia funktioniert, wie kann es dann für mite funktionieren?
Freue mich auf einen konstruktiven Dialog und hoffe das mite- resp. Yolk-Team wird nochmals über das Business Model nachdenken und meine Inputs sind kostenlos und ihr müsst mir nichts spenden! Ich finde das fair!


August 4th, 2008 at 19:47
Ich nutze das Zeiterfassungstool von mite jetzt ca. 2 Monate. Grundsätzlich war ich nie ein grosser Freund von raportieren aber mit dieser Software macht es wirklich Spass.
Nun, kann mir nicht vorstellen, dass man damit reich wird d.h. mit diesem Preismodell bezweifle ich das. Da wir Suxedoos uns noch in der BETA-Phase registriert haben sind ihnen die € 5.- von uns schon mal durch die Lappen.
Da ich aber ein grosser Fan von sehr gut entwickelten ASP-Lösungen bin werde ich sicherlich einen gewissen Betrag überweisen sobald sich das System bewährt hat.
Gruss Silvan
August 5th, 2008 at 06:16
Lieber Silvan
Besten Dank für Deinen Input.
Aus Deiner Sicht, welches Business Model würdest Du mite empfehlen?
Gruss Dominik
August 6th, 2008 at 15:29
So einfach und billig es tönt – Google Adsense tut jeder webseite gut. Die Einnahmen sind bei anständigen Visitorzahlen nicht zu unterschätzen. Ausserdem finde ich einen Premium-Account wie bei Xing sinnvoller als eine generelle Gebühr, die Erstuser nur abschreckt. Ich kenne das tool nicht, aber wenn es wirklich brauchbar ist, sollte man auf Firmen als mögliche Kunden zugehen (Skalierbarkeit, grössere Beträge, passives Einkommen). Dazu ist persönliche Werbung imho geeigneter als der reine Webauftritt. Firmen könnten zum Beispiel einen Jahres-Pauschalbeitrag für eine best. Anzahl user abdrücken und dafür erweiterte Funktionen erhalten. Nur meine zwei Rappen.
September 29th, 2008 at 14:26
Lieber Dominik, liebe Kommentatoren,
mein Pardon vorneweg für die späte Reaktion – über dieses Posting bin ich erst soeben aufmerksam geworden. Erst einmal möchte ich danken: für Dominiks kritische Auseinandersetzung und die alternativen Vorschläge. Und dann: einige Antworten zu unseren Überlegungen liefern.
Prinzipiell sind wir der Meinung, dass Werbung nicht immer die Lösung sein kann, vor allem nicht für ein Tool, welches zwar eine enge Kundenbindung vorweisen darf, jedoch definitiv nicht im Millionenbereich in puncto PIs mitspielt. Zudem ist unsere Lösung eine hochqualitative – die wir nicht mit Webung verschandeln möchten. Meine Unternehmensdaten würde ich unheimlich ungern neben Werbebannern oder AdSense verwalten – mit dieser Einstellung kann ich nicht alleine sein. Für eine elegante, zuverlässige Lösung zahle ich gerne einige Euros per Monat.
Unser »Zahl so fair du bist« ist ein Geschenk an unsere alten Nutzer, die uns mit Feedback & Empfehlungen intensiv unterstützten, kein Businessmodell. mite existiert bereits seit 12/2006 – einem Nutzer ein Tool plötzlich “wegzunehmen” aka nur noch kostenpflichtig anzubieten, dass er im Zweifelsfalle anderthalb Jahre kostenfrei einsetzte, halten wir zudem für nicht wirklich fair – Gebahren anderer StartUps hin oder her. Der faire Preis wurde gut angenommen: 5% aller alten Aktiv-User unterstützten mite nach dem ersten Monat freiwillig. Der ∅ faire Preis? 4,33€.
Eine unverbindliche Trial-Phase existiert: 30 Tage kann das Tool in vollem Unfang auf Herz & Nieren getestet werden. Weder die Eingabe von Zahlungsdaten noch eine etwaige Kündigung ist zu einem Test nötig.
Zu deinen weiteren Fragen – wie sich die Userzahlen & unser Umsatz entwickeln, werden wir zu gegebener Zeit vl. Details auf unserem Blog veröffentlichen. Bisher sind wir zufrieden, das kann ich schon einmal verraten.
Für ein gutes Projekt sind Geschäftskunden, die wir ausschließlich ansprechen, nach unseren ersten Erfahrungen auch bereit, zu zahlen. Unser Merci auf diesem Wege an unsere Nutzerschaft, die beweist, dass Werbung nicht die einzige Lösung sein muss!
Liebste Grüße,
Julia.
September 29th, 2008 at 18:05
Liebe Julia
Besten Dank für Deinen Feedback.
Ich bin wirklich froh, dass ihr euch den Entscheid auch nicht wirklich einfach gemacht habt und in Deiner Argumentation ist er auch stimmig.
Meine Fragen und die Befassung mit euch soll wirklich nur zeigen, dass ich euch supertoll finde und nur das Beste für euch will!
Freue mich auf Updates von euch, die wir auch gerne veröffentlichen!
Gruss aus der Schweiz
Dominik
September 30th, 2008 at 11:41
Sollten wir Zahlungen und/oder »Lessons learned« veröffentlichen, gebe ich dir gerne nocheinmal persönlich Bescheid. Bis dann! Julia.
März 8th, 2010 at 12:33
Zeit für ein Resumée! 20 Monate sind inzwischen seit Launch des für neue Nutzer rein kostenpflichtigen Angebots vergangen. Wie es gelaufen ist? Davon könnt ihr euch en Detail selbst ein Bild machen. Denn wir haben soeben unsere Zahlen veröffentlicht. Komplett.
http://blog.yo.lk/2010/03/08/ueber-zahlen-spricht-man-nicht
Liebste Grüße!
Julia.