Der leise Tot der Blogosphäre?

DominikTarolli

Rein subjektiv, ohne irgendwelche Researches, habe ich das Gefühl, dass die Leute zwar mehr Blogs lesen, aber die Anzahl Blogger stark rückläufig ist. Warum habe ich dieses Gefühl?

#1: Ich verfolge die Blogs via meinem RSS-Reader Netvibes. Dort wird auch angzeigt, wann die letzten Einträge generiert wurde. Meine Lieblingsblogs von Remo Uherek, Peter Schüpbach, Guy Kawasaki, easn.de, Corsin, Peter Hogenkamp etc. werden in letzter Zeit viel weniger aktualisiert d.h. es wird viel weniger geschrieben.

#2: Innerhalb von zwei Wochen haben mir zwei Personen unabhängig voneinander erklärt, dass Blogs tot sind. Zufall oder Wahrheit?

#3: Meine Trendanalyse auf Google mit “Blog” und “Newspaper” hat sich auch verflacht d.h. die Schere geht nicht mehr weiter auf, sondern bleibt stabil (kann hier betrachtet werden)

Würde mich interessieren, wie ihr das seht. Sind Blogs tot? Auf jeden Fall wird das eine spannende Diskussion am nächsten BlogCamp Switzerland, am 29. August im Technopark Zürich, werden. Bald kann man sich auch schon registrieren – ich halte euch auf dem Laufenden!

6 Responses to “Der leise Tot der Blogosphäre?”

  1. Burkhard Schneider Says:

    Insgesamt verfolge ich auch, dass die Zahl der Blogpostings pro Monat bei zahlreichen Bloggern abgenommen hat. Aber deshalb gleich vom schleichenden Tot der Blogosphäre zu sprechen, macht nur Sinn, um hier viele Kommentare zu generieren. Mit der Realtität hat das nach meiner Beobachtung nichts zu tun.

    Ich versuche mal meine Situation darzustellen. In der Hochzeit habe ich bis zu 140 Postings pro Monat veröffentlicht. Jetzt sind es im Schnitt 50 – 70 Postings, also noch ca. die Hälfte. Das liegt u.a. daran, dass ich mittlerweile für mehrere andere Medien regelmässig schreibe. Zudem ist aus miner Sicht manchmal weniger mehr, damit die Qualität nicht zu sehr verwässert. Ich investiere heute mehr Zeit pro Posting, weshalb es insgesamt einfach weniger Postings pro Monat sind.

    Zudem investiere ich mittlerweile mehr Zeit mit Kommunikation und Networking. Das sieht man natürlich im Blog nicht.

    Mein Fazit: Ich veröffentliche weniger Blogpostings als früher, verbringe aber immer noch genause viel Zeit mit Bloggen und Medienarbeit. Anderen geht das ähnlich.

  2. dtarolli Says:

    Lieber Burkhard

    Besten Dank für Dein investigativen Kommentar.

    Ich danke Dir auch für die Darstellung Deiner Situation. Könnte dieser Verlauf, weniger Qunatität dafür mehr Qualität, typisch sein für viele Blogger? Wäre auch nicht schlecht, oder?

    Gruss Dominik

  3. Honigbaerli Says:

    Ich glaube die menge machts nicht aus etwas weniger und dann etwas mehr rechersche und mehr information pro blogpost macht auch sinn!!
    so sehe ich das zumindest..ich finde wenn gebloggt wird, sollte man auch davon irgendwie betroffen oder es sollten blogposts sein wo man selber agiert hat!!

  4. Roman Says:

    Lieber Burkhard

    Danke für Deinen tollen Kommentar. Ich teile Deine Meinung voll und ganz. Wie alle neuen Medien in den letzten Jahren, durchläuft BLOGGING im Moment das Tal der Tränen. Quantität nimmt ab, Qualität zu. Internet, Second Life (3d Internet), Web 2.0 u.a. durchlaufen oder durchliefen meiner Meinung nach, denselben Prozess: Hype, Medienlob, Medienkritik, Selbstzerfleischung, gesundes Mass, Auferstehung und Emazipation. Ich glaube Blogs werden einfach erwachsen – von Tod keine Spur. Meine Erfahrung sagt mir, dass mit dem Anspruch an Qualität der Posts auch die Quantität abnimmt. Ich habe nun 2 Wochen nicht gepostet. Warum nicht? Ich hatte das Gefühl, dass ich nichts relevantes zu sagen hatte. Da hat Honigbaerli recht. Auf jedenfall glaube ich noch immer an dieses Medium als Alternative zu klassichen Informationsquellen.

    Darum poste ich heute seit langem wieder mal! Gruss Roman

  5. Rinaldo Says:

    hab mich schon immer gewundert, dass 90% der blogger übers bloggen bloggen. das ist wie ein buch übers buchschreiben schreiben – todlangweilig.

  6. Dominik Says:

    Lieber Rini

    Ich finde es faszinierend, wie Du komplexe Inhalte einfach und analytisch zusammenfassen kannst! Einfach herrlich!

    Gruss Dominik

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