E-Mail = Teufelszeug?
Ich war vier Tage in Berlin mit meinen ehemaligen Studienkollegen. Jährlich organisiert einer von unserem Clan eine Reise, wo man vorher nicht weiss, wohin es geht. Dieses Mal eben Berlin (@Roger: Danke für die Superorganisation!).
Ich liebe die Stadt mit all ihren Facetten, Stimmungen, Leuten, Gegensätzen, Innovationskräften etc. Ein Spruch ist wahrscheinlich treffender als alle anderen zu Berlin:
Berlin – arm aber sexy!
Ich möchte mich aber nicht über Berlin auslassen (das müsst ihr selber erleben…), sondern über eine Veränderung, die ich bei meinen ehemaligen Studienkollgen bemerkt habe: Blackberryismus! Darum würde ich gerne mal ein paar Gedanken/Fragen zum E-Mail loswerden:
#1: Die (auch das) E-Mail [ˈiːmeɪl] (von engl.: „electronic mail“; zu dt.: „die elektronische Post“ oder „der elektronische Brief“; kurz auch Mail genannt) bezeichnet eine auf elektronischem Weg in Computernetzwerken übertragene, briefartige Nachricht. (Wikipedia).
#2: Den grössten Anteil an Traffic erlangt das E-Mail über Spam (von bekannten oder unbekannten Personen).
#3: Hindert es die Arbeitsproduktivität, wenn ich jederzeit E-Mails lese und erreichbar bin, oder sollte man sich auf vorbestimmte E-Mail-Zeiten (z.B. zweimal pro Tag) konzentrieren?
#4: Sollte man E-Mails zuerst bewerten (wichtig / unwichtig / dringend / nicht dringend) und sie dann zu gegebener Zeit (wichtige + dringende E-Mails zuerst) beantworten oder beantwortet man sie alle sofort und miteinander?
#5: Agieren BlackBerry-Besitzer noch auf E-Mails oder ist es nur noch Reaktion?
#6: Was würde passieren, wenn man alle E-Mails in der Inbox deleten würde? Totalausfall oder kein Problem? Und was sagt das über die Wichtigkeit der E-Mails aus?
#7: Hat der E-Mail-Verkehr den Informationsgehalt der Nachrichten gestärkt oder geschwächt?
#8: Freuen wir uns heute mehr oder weniger über einen handgeschriebenen Brief, als noch vor 10 Jahren?
Wer die Antworten kennt, soll sie doch bitte posten. Danke!
Oktober 29th, 2007 at 21:57
zu #8: Ich freue mich definitiv mehr, da es einfach -leider- seltener geworden ist und ein Brief doch ein Ticken mehr die Persönlichkeit des Schreibers in sich birgt.
Oktober 30th, 2007 at 10:42
Logisch geht es zu Lasten der Produktivität, wenn ich jederzeit Emails lese und 24/7 errreichbar bin! Was ist denn das für eine Frage? ;o)
Ich persönlich würde jedem dringend raten, die Abrufe der Mails aufs nötigste zu limitieren. Zweimal täglich reicht bei den meisten Menschen.
Wie ich in meinem Artikel “Die Lösung für den Email-Stress” schon geschrieben habe ( http://schweizweit.net/2007/08/15/die-losung-fur-den-email-stress/ ), werden nun die meisten Leser laut protestieren: “Geht doch nicht! Da bin ich so gut wie unerreichbar! Ich bin auf die Mails angewiesen! Und was ist, wenn mir jemand ein extrem wichtiges Mail schickt?” Aber auch dafür gibt es Lösungen, wie in meinem Beitrag erwähnt.
60 Prozent aller einmal angefangenen Tätigkeiten werden durch Störungen unterbrochen und erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder fortgesetzt. Dies belegt eine Studie, welche die Psychologin Gloria Mark von der Universität von Kalifornien in Irvine durchgeführt hat. Sprich: Jegliche Art von Störung, egal ob eintreffende Emails oder Telefonate, führen zu Produktivitätsverlust, denn oftmals wird die Tätigkeit nach dem Unterbruch nicht sofort wieder aufgenommen. Die Studie hat gezeigt, dass eine Aufgabe, welche grundsätzlich 60 Minuten benötigen würde, durch fünf Störungen im Schnitt auf 105 Minuten anwächst. Immerhin ein Plus von 75%.