Archive for Juni, 2007

Sind bloggende CEOs besser?

Samstag, Juni 16th, 2007

Was ist die wichtigste Aufgabe eines CEO?

Richtig Kommunikation! Diese Aufgabe hat sich der CEO von SUN, Jonathan Schwartz, zu Herzen genommen und bloggt so regelmässig er nur kann. Er hat keine Angst vor Informationen, die aus dem Unternehmen gehen, sondern nur Angst vor Informationen, die die Kunden nicht erhalten. Das ist doch mal ein Ansatz.

Das Ergebnis?

SUN gewinnt als einziger der grossen Serverhersteller (IBM, HP, Dell, Fujitsu/Siemens) wieder Marktanteile im Servermarkt und ist bei den Unix-Servern unschlagbar. Zudem haben sie 2006 ein Umsatzwachstum von 15.5 % im Jahresvergleich.

Der neueste Streich von SUN ist das Projekt Blackbox:

#1: Das Projekt Blackbox ist das erste virtuelle Datacenter in einem Frachtcontainer d.h. es ist mobil und kann praktisch überall auf der Welt modular eingesetzt werden.

#2: Andere Wege gehen: „Als alle darum wetteiferten, wer den kleinsten Rackmount-Server bauen kann, stellten wir uns eine völlig entgegengesetzte Frage: Wie groß kann man einen Computer bauen? Wir erkannten schnell, dass der größte Computer besser nicht größer als ein Frachtcontainer sein sollte, damit man ihn noch problemlos transportieren kann“, so Greg Papadopoulos, CTO SUN.

#3: Blackbox ist kein Produkt, sondern eine modulare Lösung für Kunden, die vor dem Problem stehen für ausreichend Platz, Energie und Kühlung sorgen zu müssen. Das ist ein Vorgeschmack auf die schnellen, kostengünstigen Datacenter der Zukunft (wir werden es noch erleben, dass man einen Start-up-Truck kaufen kann, der Büro, Sitzungszimmer, Datacenter, Wohn- und Schlafbereich beherbergt. Versprochen!)

#4: Unschlagbare Vorteile: Projekt Blackbox steht für im Vergleich zu traditionellen Datencentern, für weniger Kosten und Komplexität, bietet aber mehr Flexibilität.

#5: 1A-Vermarktung. Wenn man weiss, dass die meisten Kunden sich übers Internet informieren, ist es dann eine gute oder eine schlechte Sache, das meiste Gelds in den Internetauftritt und das Internetmarketing zu stecken? Die Promo-Seite von Projekt Blackbox ist sehr, sehr gut gemacht.

Also meiner Meinung nach sind bloggende CEOs besser und wir werden immer mehr von ihnen erleben. Ich freue mich darauf. Welche CEOs in der Schweiz bloggen eigentlich?

PS: Ein Geheimtipp für alle SwissStartups.com-Leser. Hört euch mal diesen Churchill Club Podcast mit Jonathan Schwartz an.

ProjektBlackbox_4

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ScottMcNealyGründerSUNUndIchInZürich

Ist das jetzt der grosse Durchbruch für kyte.tv?

Freitag, Juni 15th, 2007

Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir in der Retrospektive konstatieren (wow die Fremdwörter…), dass der 15. Juni 2007 ein nicht unwesentlicher Tag in der Firmengeschichte von kyte.tv ist. Warum?

TechCrunch ist der wichtigste Blog in der Tech- und Start-up Welt. Der extrovertierte Gründer und Chefredaktor, Michael Arrington, hat heute in seinem Blog-Post über kyte.tv geschrieben:

I’m bullish on them.

Das ist etwa wie ein “Du bist mein Favorit” von Dieter Bohlen bei Deutschland sucht den Superstar. Kompliment an Daniel und das ganze kyte.tv-Team.

Fassen wir doch nochmals kurz zusammen:

#1: Businessplan in der Schweiz geschrieben und der Founder, Daniel Graf, ist Rheintaler.

#2: Disruptive und easy to use Applikation, die die drei Megatrends Social Networks, User Generated Content und Mobile vereint.

#3: Ein weltklasse Team, dass bereit ist 24/7/365 (wird wohl dieses Jahr nichts mit Ferien…Sorry!) alles zu tun, damit kyte.tv erfolgreich wird.

#4: Investoren aka strategische Partner, die sich wie das who-is-who der Tech-Elite liest (DFJ, Niklas Zennström, Ron Conway, Swisscom, Holtzbrinck Ventures, Klaus Hommels, Peter Schüpbach, Oliver Jung und NOKIA).

#5: Superpositive Presserevies wie es sich eigentlich Britney Spears heute wünschen würde.

#6: Und jetzt noch Michael Arrington als persönlicher Evangelist…

Also wenn das nicht eine Ausgangslage ist, dann weiss ich auch nicht mehr weiter. Dennoch muss man immer noch betonen, dass kyte.tv noch keinen Dollar Umsatz hat (bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege) und die Kernzielgruppe erst noch bearbeiten werden muss. Aber eben, mit so einer Ausgangslage in einem so guten Marktumfeld wird das doch zu schaffen sein, oder liege ich da jetzt total falsch?

DerMichaelIstJetztAuchEinFan

GrosserDurchbruchDankTechCrunch

UndBritneyWollteIchSchonImmerMalAufDemBlogHaben

Der eleganteste Investor der Schweiz!

Donnerstag, Juni 14th, 2007

“Do you want Ego or IPO?” – Massimo S. Lattmann; *1943, Unternehmer, Venture Capitalist

Heimlich ist ja jeder in der Start-up Szene ein Fan von Massimo S. Lattman. Neben dem unbestreitbaren Track Record (Unternehmer, Investor, Präsident SECA etc.) hat er auch eine Eleganz, die nur von seinen Tessiner Wurzeln kommen kann. Ihm verzeiht man sogar, dass er beim Porträt auf SF Start up die vordergründigsten Investorklischees bedient (Zigarre, Sonnenbrille, teures Cabrio und NZZ unter dem Arm am Yachthafen), weil er eben der eleganteste Investor der Schweiz ist!

Am nächsten Dienstag gibt er sich die Ehre sein neuestes Buch Erfolgsfaktoren innovativer Unternehmen im Rahmen des SECA-Events Swiss Entrepreneurial Success Stories vorzustellen.

Ein Premium-Event der besonderen Sorte, denn neben Massimo S. Lattman (für was steht wohl das “S”?) und der Co-Autorin Sita Mazumder, sind folgende Herren an der anschliessend Podiumsdiskussion angekündigt:

#1: Alfred Gantner (Partners Group)

#2: Prof. Dr. Thomas Gutzwiller (IMG)

#3: Peter Niederhauser (Redalpine Venture Partners)

#4: Andy Rhis (Phonak)

Weitere Informationen zum Event findet ihr hier.

MassimoSLattmann_Eleganz_1

MassimoSLattmann_Eleganz_2

MassimoSLattmann_Eleganz_3

Erfolgsfaktoren_InnovativerUnternehmen

So verjubelst Du garantiert jedes Investment (Part II)!

Donnerstag, Juni 14th, 2007

Hier der zweite Teil wie man ein Investment NICHT nutzen sollte:

#6: Strategie-Meetings mit der Geschäftsleitung finden nicht mehr in der öffentlichen Badeanstalt bei Wurst und Brot statt. Seit dem Investment kann es nur noch das Palace in St. Moritz oder Eden Roc in Arosa sein – Kaviar ist leider auch dort nicht inklusive…dafür sehen wir dort auch wieder unseren Banker von der Bahnhofstrasse.

#7: Economy Class? Doch nicht mehr nach dem Investment. Ab sofort nur noch Business Class oder bei Übersee-Flügen auch schon mal First Class – aber nur bei wichtigen Meetings gleich im Anschluss an den Flug…

#8: Vorbei sind die Choas-Tage! Ab sofort setzen wir die Business Software von SAP ein. Zu einem Premium-Partner wie SAP braucht es natürlich auch ein Premium-Implementer. Das darf schon ein bisschen was kosten. Ist ja auch für einen guten Zweck und CRM on Demand wie Salesforce oder Demandit sind halt noch lange nicht reif!

#9: Das alte Logo ist halt nicht bahnhofstrassentauglich. Viel zu freaky, innovativ und unruhig. Unser Banker hat ja noch einen guten Freund, der bei einer renommierten Kommunikations- und Designagentur arbeitet. Durch mehrer Brainstorming- und Peer-Sessions werden die uns dann schon ein bahnhofstrassentaugliches Logo resp. Auftritt beschaffen (PS: Caps, T-Shirts, Kugelschreiber, Mints etc. mit dem Logo nicht vergessen zu bestellen).

#10: Wir organisieren monatlich ein „Gschpürsch Mi“-Seminar (eine esoterisches Seminar) mit dem ganzen Team. Es ist uns wichtig mit allen in Einklang zu leben und alle auch intensiv zu spüren. Der Satz: “Lass uns darüber diskutieren“ wird zum Standard- und Leitsatz.

So, dass sollte genug Munition sein um ein Investment zu verjubeln. Sollte das nicht reichen, hätte ich noch weitere Rezepte in der Hinterhand…

VictoriasSecretFlagshipstoreLasVegas

SF Start up geht in die zweite Runde!

Dienstag, Juni 12th, 2007

Gestern Abend hat das Schweizer Fernsehen zum Abschlussevent in das Hürlimann-Areal eingeladen und viele wichtige Leute der Schweizer Start-up Szene sind gekommen. Das alleine wäre schon einen Blogeintrag wert, aber der Abend brachte noch viel mehr:

#1: Ingrid Deltenre hat persönlich informiert, dass SF Start up in eine zweite Runde geht. Die Details sind zwar noch unklar, aber der Grundsatzentscheid ist da! Bravo, Bravo und nochmals Bravo!

#2: Beat Schillig, mein Chef und Geschäftsführender Partner vom Institut für Jungunternehmen c/o venturelab, hat in einer mitreissenden Ansprache venture kick lanciert! Was ist venture kick? Ein Seed Fonds, der die Spin-offs von Hochschulen und Universitäten verdoppeln will. Wie machen sie das? Insgesamt sind Fr. 130’000.-, à fonds perdu, pro Projekt vorgesehen. Unglaublich cool. Mehr Infos über dieses wertvolle und revolutionäre Programm findet ihr auf der venture kick – Homepage.

#3: Der Produktionsleiter der SF Start up Show, Alexander Mazzara, hat noch einen Film gezeigt mit dem Titel “Wo stehen die Start-ups heute? Wer wurde finanziert”. Man darf zwar noch keine Details verraten, aber einige Start-ups können sich auf Investments freuen! Ziel erreicht.

Dieser Abend war ein guter Abend für die Schweizer Start-up Szene! In fünf Jahren werden wir auf das Jahr 2007 zurückblicken und sagen, der Start-up Jahrgang 2007 war ein sehr wichtiger und guter Jahrgang!

SFTVRiefUndAlleSindGekommen

MeinChefUndMentorBeatSchillig

TrigamiUndDasNeueMaskottchen

EinLegendärerAbend

NOKIA bei kyte.tv dabei!

Dienstag, Juni 12th, 2007

Auf der offiziellen kyte.tv-Presseseite steht noch nichts, aber die Medien berichten schon darüber…NOKIA steigt bei kyte.tv ein!

FinanzNachrichten.de: Nokia Growth Partners Invests in kyte.tv

Über die Höhe des Investments schweigt man sich aus (warum eigentlich?), aber beide Seiten betonen den wichtigen strategischen Schritt. Zweifelsohne! Aber folgende Fragen hätte ich zusätzlich gerne beantwortet:

#1: Warum berichten die Medien bevor die Meldung auf der offiziellen Seite erscheint und welche Medien wurden wie resp. warum bedient?

#2: Warum muss man in Amerika die Investments offenlegen und in Europa schweigt man sich darüber aus?

#3: Ab wann wird die kyte-tv-Applikation defaultmässig auf den NOKIA-Handys vorinstalliert sein?

#4: Werden zukünftig nur noch NOKIA-Handys von kyte.tv unterstützt (Adieu Sony-Ericsson, iPhone etc.)?

#5: Was ist die grösste Differenz/Eigenheit zwischen einem Deal mit europäischen Partnern (Holtzbrinck Ventures, Swisscom, NOKIA, Peter Schüpbach etc.) und amerikanischen Partnern (DFJ)?

In jedem Fall gratuliere ich zu dieser tollen Partnerschaft und wünsche weiterhin viel Erfolg!

PS an Daniel: Meine neue Serie So verjubelst Du garantiert jedes Investment! gibt Dir bestimmt einige wertvolle Inputs, was Du mit dem Geld alles machen kannst ;-) !

HoffentlichIstDasEinNokiaHandy

So verjubelst Du garantiert jedes Investment (Part I)!

Dienstag, Juni 12th, 2007

Wenn man die Ratschläge von „So verhaust Du garantiert jede Präsentation“ nicht befolgt, besteht die Möglichkeit, dass es zu einem Investment kommt. Die Herausforderung ist es jetzt natürlich das Geld auch sinnvoll zu nutzen. Wie man es nicht nutzen soll, lest ihr hier:

#1: Nach dem Investment sind die mageren Jahre ja jetzt vorbei, deshalb verdoppeln wir alle Löhne und spicken sie mit Bonis, dass jeder Investmentbanker vor Neid erblasst! Was die Banker können, können wir schon lange!

#2: Grossraumbüros sind sowieso nur was für kontaktgestörte Geizhälse in Massenhaltung. Wir ziehen vom Technopark an die beste Adresse an der Zürcher Bahnhofstrasse und lassen die Banker schon wieder recht alt aussehen.

#3: Second-Hand-Möbel aus Unternehmens-Liquidationen sehen halt wirklich nicht schick aus! Da wir ja jetzt mit dem Banker an der Bahnhofstrasse konkurrenzieren, gibt es für uns halt nur noch die edlen USM-Möbel. Die sind ja irgendwie auch noch praktisch!

#4: Ein Kopierer muss her! Obwohl wir ihn mit Sicherheit nicht auslasten, macht sich so ein Drucker halt gut in den Büros und irgendwie müssen die vielen Räume an der Bahnhofstrasse ja auch besetzt werden. Zudem dient es zur Auflockerung, wenn sich unsere Mitarbeiter/innen während der Arbeitszeit den Allerwertesten zum Spass kopieren.

#5: Analysen selber machen ist für Firmen, die noch nicht an der Bahnhofstrasse sind. Wir lassen uns eine Marktanalyse von einem gut dotierten Strategie-Consultant machen und spielen dann während der Präsentation Bullshit-Bingo.

Falls das Investment noch nicht ganz verbrennt ist, dann freut euch auf den zweiten Teil der Serie „So verjubelst Du garantiert jedes Investment“!

SoGehtEsAuch_2

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