Meine Gedanken zu studiVZ!
Am Montag hatte ich die Gelegenheit dem START Event “Web 2.0 = Money 2.0″ beizuwohnen. Als “Stargast” konnte Ehssan Dariani (Gründer studiVZ) an die Universität St. Gallen gewonnen werden.
Da ich kein Student mehr bin, kenne ich studiVZ nur als Beobachter, dennoch sind mir bei Ehssans Präsentation folgende Dinge aufgefallen:
#1: studiVZ konnte innerhalb von zwei Jahren einen ganzen Markt aufsaugen und bearbeiten. Das ist ein unglaublicher Speed! Zum Exit durch Holtzbrinck Ventures kann ich nur gratulieren (man munkelt etwas zwischen 80 -100 Mio Euro).
#2: Ehssan ist trotz dem Rummel und Erfolg um seine Person ehrlich und unverdorben geblieben (…mal von seinem Knutschfleck am Hals abgesehen…). Das kann ich beurteilen, weil ich ihn vor der studiVZ-Zeit an einem unserer venturelab-Events im Juli 2004 getroffen habe.
#3: Analytisch hat er einiges drauf. Als VWLer der Universität St. Gallen darf man das zwar erwarten, aber es war beeindruckend wie er mit den Daten von studiVZ und den Mitbewerbern jongliert hat.
#4: Einer der Erfolgsfaktoren bei studiVZ war das komplementäre Team. Sie haben ein Tech-Genie, einen Finänzler und eben Ehssan. Ehssan ist aus meiner Sicht matchentscheidend, weil er die Kunden detailgetreu kennt und um jeden Studenten kämpft - das auch oft mit sehr unkonventionellen Methoden. Aber drei Ehssans wären wohl zuviel für eine Firma…
Was mich auch beeindruckt hat war, dass er nach dem Exit sich nicht auf die faule Haut legt, sondern weiter Gas gibt und schon das nächste Projekt, schülerVZ, realisiert. Sein Geld investiert er nicht nur in teure Klamotten und Lifestyle sondern auch in andere Start-ups! Das lob’ ich mir und empfehle es auch älteren Wirtschaftskapitänen!
PS: Natürlich ist die studiVZ-Erfolgsgeschichte nicht nur ein Ehssan-Solo. Dahinter waren Top-Cracks wie Peter Schüpbach, die Samwer-Brüder, Lukas Gadowski etc., die haben nicht nur zum Schluss auch massgeblich zum Erfolg beigetragen.