Archive for Juni, 2007

Die 5 Telefon Todsünden!

Freitag, Juni 29th, 2007

Der erste Kontakt eines potenziellen Kunden mit einem Start-up findet häufig auch per Telefon statt. Deshalb ist es ratsam, wenn man nur die besten, freundlichsten und motiviertesten Teammitglieder dafür gewinnt (You never get a second chance for your first impression).

Durch Christian Engeler, aus meiner Sicht einer der besten Verkaufstrainer in Europa, bin ich auf eine Topliste von Telefon Todsünden gestossen ,die ich gerne mit euch teile:

#5: …wie war nochmals Ihr Name? (Bis vor fünf Minuten noch Müller…)

#4: …da müssen Sie morgen nochmals anrufen (So, so ich muss…)

#3: …Frau Müller ist heute leider nicht da! (…ist sie morgen leider da?)

#2: …dafür bin ich nicht zuständig! (…Sie mich auch…)

#1: …Sind Sie noch am Telefon? (Ja natürlich, wo soll ich den sonst sein…)

Also, dann krallt euch die Telefonhörer, die neue Woche hat begonnen. Ich wünsche euch allen einen Superstart in die neue Woche!

ChristianEngelerEinzigartigOftKopiertSeltenErreicht

Meine Gedanken zu studiVZ!

Mittwoch, Juni 27th, 2007

Am Montag hatte ich die Gelegenheit dem START Event “Web 2.0 = Money 2.0″ beizuwohnen. Als “Stargast” konnte Ehssan Dariani (Gründer studiVZ) an die Universität St. Gallen gewonnen werden.

Da ich kein Student mehr bin, kenne ich studiVZ nur als Beobachter, dennoch sind mir bei Ehssans Präsentation folgende Dinge aufgefallen:

#1: studiVZ konnte innerhalb von zwei Jahren einen ganzen Markt aufsaugen und bearbeiten. Das ist ein unglaublicher Speed! Zum Exit durch Holtzbrinck Ventures kann ich nur gratulieren (man munkelt etwas zwischen 80 -100 Mio Euro).

#2: Ehssan ist trotz dem Rummel und Erfolg um seine Person ehrlich und unverdorben geblieben (…mal von seinem Knutschfleck am Hals abgesehen…). Das kann ich beurteilen, weil ich ihn vor der studiVZ-Zeit an einem unserer venturelab-Events im Juli 2004 getroffen habe.

#3: Analytisch hat er einiges drauf. Als VWLer der Universität St. Gallen darf man das zwar erwarten, aber es war beeindruckend wie er mit den Daten von studiVZ und den Mitbewerbern jongliert hat.

#4: Einer der Erfolgsfaktoren bei studiVZ war das komplementäre Team. Sie haben ein Tech-Genie, einen Finänzler und eben Ehssan. Ehssan ist aus meiner Sicht matchentscheidend, weil er die Kunden detailgetreu kennt und um jeden Studenten kämpft - das auch oft mit sehr unkonventionellen Methoden. Aber drei Ehssans wären wohl zuviel für eine Firma…

Was mich auch beeindruckt hat war, dass er nach dem Exit sich nicht auf die faule Haut legt, sondern weiter Gas gibt und schon das nächste Projekt, schülerVZ, realisiert. Sein Geld investiert er nicht nur in teure Klamotten und Lifestyle sondern auch in andere Start-ups! Das lob’ ich mir und empfehle es auch älteren Wirtschaftskapitänen!

PS: Natürlich ist die studiVZ-Erfolgsgeschichte nicht nur ein Ehssan-Solo. Dahinter waren Top-Cracks wie Peter Schüpbach, die Samwer-Brüder, Lukas Gadowski etc., die haben nicht nur zum Schluss auch massgeblich zum Erfolg beigetragen.

EhssanInAction

MachMirKeinenKnutschfleckAllesNurKeinKnutschfleck

«venturelab» stellt ein!

Freitag, Juni 22nd, 2007

Eine einmalige Chance für alle, die schon immer mal in der Start-up-Förderung arbeiten wollten.

«venturelab» ist die führende Initiative zur Förderung von Start-ups in der Schweiz und sucht per sofort sturmtaugliche Projektleiter. Die Stelle verlangt unternehmerisches Denken und pragmatisches Handeln. Folgende Punkte werden euch bei «venturelab» beschäftigen:

#1: Eigenständige Organisation und Betreuung der Ausbildungsmodule und Anlässe

#2: Präsenz an Messen, Events und Start-up Anlässen

#3: Mitarbeit an Unternehmertreffen

#4: Mitwirkung bei Marketing- und Verkaufsaktivitäten

#5: Weitere Projekte in der Start-up-Förderung.

Aus meiner Sicht hört sich das sehr spannend an! Da einige Bewerber/innen erwartet werden, würde ich mich sofort bei Kai Glatt(kai.glatt@venturelab.ch / +41 71 242 98 88) berwerben. Der untenstehende Flyer gibt noch mehr Infos.

SturmtauglicherProjektmitarbeiter

Gratis ist kein Business Model!

Donnerstag, Juni 21st, 2007

Seien wir ehrlich - momentan sind wir in einer Hochkonjunktur. Das verleitet natürlich auch zu einer gewissen Euphorie, aber die Grundsätze der Wirtschaft gelten eben in jedem Konjunkturzyklus. Als studierter Wirtschaftswissenschaftler habe ich zum Beispiel gelernt, dass:

Gratis kein Business Model ist, allerhöchstens eine Geschäftstaktik!

Auch in der Hochkonjunktur ist ist das beste Geschäftsmodel immer noch:

Create something of value for people who will pay for it!

Die Frage nach dem Business Model können die wenigsten Start-ups klar beantworten. Ganz abenteuerlich wird es auch oft bei Internetplattformen, die dann irgendetwas von Google Adwords oder Werbung stottern. Wer schon einmal Google Adwords auf seiner Seite hatte, weiss wovon ich spreche und wird diese Möglichkeit ausschliessen. Meistens ist das Business Model “Werbung” auch ein Synonym für “ich habe keine Ahnung”.

Hier Tipps zur Entwicklung des Nutzens (angelehnt an dem wunderbaren Hans Peter Frei):

#1: Wie lösen die potenziellen Kunden die Herausforderung heute d.h. ohne Ihr Produkt/Dienstleistung?

#2: Welche Probleme entstehen daraus?

#3: Welche Probleme des potenziellen Kunden können Sie mit Ihrem Produkt/Dienstleistung lösen?

#4: Welchen Einfluss hat Ihre Lösung auf die Geschäftsresultate des Kunden (monetär)?

Diese Fragen konkret und seriös beantwortet, gibt wichtige Hinweise für das Business Model. Viel Erfolg!

PS: Was ich momentan auch oft beobachte ist, dass man zuerst versucht eine Community zu gewinnen, um dann ein Business Modell anzuwenden. Das ist dann eine Geschäftstaktik und wenn man genug Geld hat das zu überleben - fair enough!

HierHatEsAnscheinendGeklapptMitdemBusinessModel

UndDasIstEinModell

Ein totes Pferd reiten!

Mittwoch, Juni 20th, 2007

Eine alte Unternehmer/innen-Weisheit - oft gehört, aber immer wieder gut zu hören:

„Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, dann steig ab!“

Was eigentlich sehr logisch klingt und uns auch allen einleuchtet, sieht aber in der Praxis ganz anders aus:

#1: Wir besorgen eine stärkere Peitsche!

#2: Wir wechseln die Reiter!

#3: Wir sagen:“So haben wir das Pferd doch immer geritten.”

#4: Wir gründen eine Arbeitsgruppe, um das Pferd zu analysieren!

#5: Wir bilden eine Task-Force, um das Pferd wiederzubeleben.

#6: Wir stellen Vergleiche mit unterschiedlich toten Pferden an.

#7: Wir kaufen Leute von ausserhalb ein, um das tote Pferd zu reiten.

SoKönnteDasAussehen

Start-up-Bücher für die Ewigkeit!

Dienstag, Juni 19th, 2007

Ich lese für mein Leben gerne Bücher. Die besten Bücher für Startuppers sind meistens jene, die nicht plakativ Start-up oder Entrepreneurship auf dem Buchcover schreiben. Hier meine Start-up Bücher für die Ewigkeit:

#1: Guy Kawasaki - The Art of The Start
Was soll ich noch dazu sagen? Guy ist eine der grossen Inspirationsquelle für mich und jedesmal wenn ich im Silicon Valley bin, besuche ich ihn. Er hat das beste Buch für Gründungswillige und Startuppers geschrieben. Tätsch, Bäng, Märäng!

#2: Fredmund Malik - Führen Leisten Leben
Fredmund Malik ist in Europa der renomierteste Management-Educator und -Berater. Er hat mit “Führen Leisten Leben” die Bibel für wirksames Management geschrieben und wer dieses Buch nicht gelesen hat, darf nie eine Management- oder Start-up-Stelle bekleiden. Das ist der Führerschein für alle, die in der Wirtschaft arbeiten.

#3: Chris Anderson - The Long Tail
Nächste Woche wird die offizielle “Long-Tail-SwissStartups”-Woche werden d.h. ich widme alle meine Posts diesem Konzept/Buch. Wenn die Zukunft digital wird, dann werden Nischenprodukte, anstatt des Massenmarktes, das Geschäft der Zukunft werden. Ein brilliantes Buch, das die momentane Digitalisierung der Wirtschaft bestens erklärt - und eben wie gesagt, nächste Woche werde ich mich ganz dem “Long Tail” widmen.

#4: Carly Fiorina - Tough Choices
Carly war CEO von HP, als es galt den Betrieb vor dem Abstieg zu bewahren und in eine neue Era zu führen. Sie hat das mit Bravour gemacht und das Buch war mein Highlight 2006! Legendär sind ihre Führungsgrundsätze wie z.B. “We cannot always choose the hurdles we must overcome, but we can choose how we overcome them” oder “If you want to know what has to change inside a company, ask the customers” oder…

#5: Dieter Brandes - Einfach Managen. Klarheit und Verzicht - der Weg zum Wesentlichen
Dieter Brandes hat sich mit “Einfach Managen” ein Denkmal im Start-up Büchermarkt gesetzt. Das könnt ihr auch in den nächsten Wochen auf dem SwissStartup-Podcast hören (habe ihn in St. Gallen getroffen). Dieses Buch erklärt die Grundsätze der Einfachheit und zeigt wie man Komplexität vermeiden kann. Deshalb gibt es auch kein Vorwort und fängt gleich mit dem Inhalt an.

Jetzt interessiert es mich, welche Bücher ihr hier vermisst und wie eure Topliste aussieht. Bin gespannt!

PS: Ausser Konkurrenz und als Arbeitsbuch/ordner gedacht ist der Unternehmer Leitfaden von Institut für Jungunternehmen (Disclosure: Das IFJ ist mein Arbeitgeber). Ich arbeite mit der Methodik Tag für Tag und bin selbst der grösste Fan des “Unternehmer Leitfadens”, weil es nicht nur ein Ordner ist, sondern auch eine Arbeitsvorlage mit Checklisten, Vorlagen etc.

GuyKawasakiTheArtOfTheStart

FredmundMalikFührenLeistenLeben

ChrisAndersonTheLongTail

CarlyFiorinaToughChoices

DieterBrandesEinfachManagen

KüngSchilligToscanoUnternehmerLeitfaden

Guy Kawasaki neuester Streich!

Sonntag, Juni 17th, 2007

Habe mich gerade mit Guy Kawasaki ausgetauscht und er hat mir von seinem neuesten Streich erzählt:

www.truemors.com

Es ist zwar keine Breaking-News, weil er es selber auch schon gepostet hat, oder der Daniel oder der Philippe etc. aber es ist zumindest Wert, truemors.com genau anzuschauen:

#1: truemors ist eine Twitter-Kopie mit der Frage: Did you know that….? So kann man natürlich herrlich Gerüchte oder Besserwissereien vermitteln. Deshalb ist der Name auch eine Kombination von True (=wahr) und Rumors (=Gerüchte).

#2: Guy wäre nicht Guy, wenn er nicht parallel dazu eine riesige Marketingshow zum Launch gefahren hätte. Der Aufhänger war “mit rund $12′000 Dollar” ein Web 2.0-Site aufzubauen. Das war der Betrag, der Guy und das Team brauchte um die Seite zu launchen (Insight: Was natürlich ein absoluter Witz ist, wenn ihr Guy Kawasaki einen Tag lang verpflichten wollt, dann kostet euch das ca. $ 50′000.-. Wenn er also nur einen Tag an der Site gearbeitet hat, dann sind die Kosten schon ein zigfaches höher!)

#3: Edukativ ist truemors.com natürlich ein Meisterstück der Marke Kawasaki. Das drückt jetzt natürlich alle Bewertungen seiner potenziellen Web 2.0-Investments und setzt die Latte betreffend PR und Traction (Kunden, Traffic auf der Website, Sales etc.) extrem hoch. Weil das hätten zwei Typen in einer Garage nicht gekonnt. Deshalb ist das ein bisschen Äpfel mit Birnen verglichen, aber edukativ sehr gut.

Also lieber Guy, herzlichen Glückwunsch zu truemors.com und wir hoffen, dass wir Dich mal für $ 12′000.- in die Schweiz bringen können ;-), damit Du alle Schweizer Startuppers von Deiner Art begeistern kann. Falls nicht sehen wir uns jeweils im Valley. Cheers Guy!

IrgendwieVonJamesBondAbgeschautGuyKawasakiUndDominikTarolli

GuyKawasakiUndDominikTarolli

Truemors.com