Archive for Februar, 2007

Molecular Partners gibt Gas!

Mittwoch, Februar 28th, 2007

Gratulation an Christian und das Molecular-Team (siehe SwissStartups Top 10). Sie haben heute eine Partnerschaft mit Roche mit Roche angekündigt. Hier ein Auszug aus der Pressemitteilung:

“Molecular Partners announced today that the company has signed a collaboration agreement with Roche covering the DRP technology fora variety of undisclosed applications. Under this agreement, Molecular Partners will select DARPins to a variety of different targets provided by Roche and Roche will carry out further analyses and development. The targets and further financial terms of the agreement were not disclosed.”

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Natürlich wirft eine solche Partnerschaft auch Fragen auf:
Shootout #1: Ist es für Biotechnologie Start-ups grundsätzlich möglich den Alleingang (Forschung, Entwicklung, Vertrieb) zu gehen, oder muss man zwingendermassen mit einem Big Pharma kooperieren (Finanz- und Vertriebsmacht)?

Shootout #2: Was sagt es über eine Branche/Firma aus, wenn Wachstum grundsätzlich nur noch über andere Partner/Start-ups möglich ist?

Shootout #3: Warum werden die finanziellen Details einer Partnerschaft so oft geheimgehalten (“….financial terms of the agreement were not disclsoded.”)?

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(Bildlegende: Das Team von Molecular Partners. Ich mag das heroische Bild, frage mich aber was die dunklen Wolken im Hintergrund wohl bedeuten. Zieht da etwa ein Sturm auf?)

Ein bisschen schwanger sein?

Dienstag, Februar 27th, 2007

Es ist nicht möglich ein bisschen schwanger zu sein. Entweder man ist es oder nicht.

Das Gleiche giltet auch in abgeschwächter Form für Start-ups auf Kunden- oder Kapitalsuche. Entweder man hat Kunden/Investoren oder eben nicht! Das Dilemma/Erfolgsrezept heisst Bedarf oder Bedürfniss:

Shootout: Organisiere für Freunde ein Pärchenwochende in Arosa. Am Anfang finden es alle supertoll und wollen umbedingt dabei sein (=Bedarf). Schlussendlich kommt aber nur ein Bruchteil auch wirklich mit (=Bedürfniss). Das ist genau die Differenz zwischen Bedarf und Bedürfniss.

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Wie kann man abschätzen, ob ein potenzieller Kunde ein Bedarf oder ein Bedürfniss hat? 

#1: Fragen, fragen und nochmals fragen! Wir haben verlernt GUTE Fragen zu stellen und wollen immer nur selber reden! Dieser Blogeintrag wird weiterhelfen (TOP 10 der nicht gestellten Fragen) und unsere Grossmutter wusste schon:”Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!”.

#2: Setze klare Milestones und Deadlines auch als Anbieter! Ein “NEIN” ist besser als keine Antwort zu haben. Ich beobachte aber bei vielen Start-ups, dass sie aus Angst vor dem “NEIN”, die Entscheidung nicht suchen.

#3: Verwechsle nicht Ziele mit Wünschen. Wenn Du unsicher bist bei einem konkreten Case, dann folgendes Vorgehen: Nimm 45 Min. Zeit / Lade einen Freund/in zum Bier ein / Erkläre ihm den Case / Frag ihn zum Schluss was seine Meinung zum Fall ist. Der Freund/in wird in 80 % der Fälle Recht haben. Meistens ist es für eine ausstehende Person sehr offensichtlich und wir intern verwechseln Wunsch und Realität. Try it!

Mehr gibt es dazu nicht! Das genügt schon und wirkt Wunder! Versprochen!

PS: Unser Freundespärchen Andrea & Simon May haben letzten Mittwoch Ihre wunderbare Tochter “Lucy” bekommen. Deshalb weiss ich bestimmt, dass es nicht geht “ein bisschen schwanger zu sein”. Herzlichen Glückwunsch auch noch von dieser Seite!

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(Bildlegende: Lucy May beweist, “ein bisschen schwanger” geht nicht!)

 

ACHTUNG Start-up-Fernseh-Stars!

Samstag, Februar 24th, 2007

Frohe Bote kommt über das Land. Die besten 10 Projekte für «Start up – Der Weg zur eigenen Firma» sind ausgewählt.

Das Team rund um den Projektleiter Alexander Mazzara hat aus meiner Sicht einen hervorragenden Job gemacht und ich bin gespannt auf die erste Show im April. Spannend wird es auch sein mitzuverfolgen, wie sich die 10 Start-ups vermarkten und welchen Profit sie aus der Fernsehshow ziehen.

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(Bildlegende: Der Projektleiter Alexander Mazzara und sein Team haben bis jetzt einen Superjob gemacht!)

Hier sind meine top 5 Tipps für die erfolgreichen Start-ups:

#1: Fernsehen ist, ob man will oder nicht, auch immer ein People-Business. Fernsehzuschauer lieben “Helden” und deshalb “let one person do the talking” (am besten der CEO, wenn er telegen ist). Die Zuschauer müssen das Start-up mit EINER Person in Verbindung bringen (es geht ja nicht um eine Pop-Band). Hier ist ein Teamgedanke falsch am Platz (oder weiss noch jemand, wie der zweite Astronaut heisst, der den Mond betreten hat?)

#2: Setzt euch vor dem Ausstrahlungstermin Ziele, was ihr mit der Sendung erreichen wollt. Während den Ausstrahlungsterminen wird einiges um euch los sein und viele Anfragen werden über euch niederprasseln. Seid euch schon im vornherein klar, was ihr mit der Sendung erreichen wollt – das spart Zeit und Energie!

#3: Macht ein Update eurer Homepage! Die meisten Fernsehzuschauer werden sich nach der Sendung über euch informieren wollen (wenn sie an euch interessiert sind). Entwickelt ein massgeschneidertes Fernsehangebot (z.B. Free Trial Versionen, Rabatte für Fernsehzuschauer etc.) und stellt es auf die Homepage.

#4: Wieviele Ressourcen wollt ihr für Anfragen aus der Fernsehsendung bereitstellen? Seid euch im Klaren, dass es ein Mehraufwand bedeutet und stellt die Ressourcen zur Verfügung (Tipp: Informiert auch eure Liebsten, dass ihr während dieser Zeit mehr eingespannt seid, als es sonst schon der Fall ist).

#5: Achtung vor falschen Versprechungen – das Licht zieht auch Motten an! Prüft jede Anfrage genau und lasst euch Zeit dabei. Mit der Publicity wollen auch obskure Gestalten mit euch das schnelle Geld verdienen. Erfolg ist immer das Resultat aus harter und intensiver Arbeit. Schnelle Patentrezepte gibt es leider keine. Lasst euch nicht von Blendern blenden.

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(Bildlegende: Die besten 10 Projekte sind gewählt, aber noch top secret!) 

Crossing the Chasm immer noch passend?

Sonntag, Februar 11th, 2007

Das Standardwerk des Hightech Marketing Guru Geoffrey A. Moore, Crossing the Chasm, ging davon aus, dass man Marketing in verschiedenen Etappen verstehen muss. Zuerst macht man Marketing für die Freaks (Innovators & Early Adopters) dann kommt der grosse Sprung zur “Early Majority” (dort scheitern die meisten Start-ups), dann die “Late Majority” und schlussendlich noch die “Laggards”.

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(Bildlegende: Die fünf Phasen des Hightech Marketing Life Cycle by Geoffrey A. Moore)

Inspiriert durch ein Podcast der DFJ Entrpreneurial Thoughts Leaders mit Tien Tzou (Chief Strategy Officer, Salesforce.com), stelle ich folgende Fragen / Thesen in den Raum:

These #1: Durch das Internet haben alle potenzielle Kunden (egal ob sie Innovators, Late Majority etc. sind) die gleiche Chance auf ein Produkt/Dienstleistung aufmerksam zu werden.

Shootout #1: Ist das Phasenmodell von Geoffrey A. Moore (Bild oben) noch wirksam, wenn alle Kundengruppen zeitgleich auf ein Produkt/Dienstleistung aufmerksam werden?

Shootout #2: Ist das Phasenmodell von Geoffrey A. Moore (Bild oben) noch wirksam, wenn wir es grundsätzlichen mit hybriden Zielgruppen zu tun haben?

Shootout #3: Wer qualifiziert eigentlich die verschiedenen Kundengruppen und wie viel Zeit resp. wie teuer ist eine solche Kategorisierung?

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(Bildlegende: Salesforce.com hat eine ausgezeichnete Website, die mit neuen Ansätzen zuerst die User identifiziert und ihnen dann die richtigen Tools bereitstellt.)

Bullshit-Bingo!

Mittwoch, Februar 7th, 2007

Schon beim der letzten Hochkonjunktur war das Bullshit-Bingo ein beliebtes Tool um während Sitzung, Telefonanrufen oder Gesprächen Bluffer von Meistern zu unterscheiden.

Um was geht es?

Zuviele Leute verlieren sich während der Hochkonjunktur in schönen Sätzen und fokussieren sich nicht mehr auf das Wesentliche. Dann passiert es schon einmal, dass Anglizismen und andere Wortkonstrukte den Platz von Businessrealitäten einnehmen. Um die Bluffer oder Träumer zu entlarven, spielt man Bullshit-Bingo:

 BullshitBingo

Wird dann ein Wort aus dem “Bingo-Feld” gebraucht z.B. “Market Window” dann darf man es abstreichen. Hat man eine Reihe oder Spalte komplett abgestrichen, dann schreit man laut “BULLSHIT BINGO”. Es wird die Wirkung nicht verfehlen!

Hier noch weitere Bullshit-Bingo-Vorlagen:

#1: Marketing-Bullshit-Bingo

#2: Buzzword-Bullshit-Bingo

#3: Software-Bullshit-Bingo

#4: Advertising-Bullshit-Bingo

#5: …und noch viele weitere Bullshit-Bingo-Vorlagen (leider)

 

Top Blogger am blogcamp Switzerland!

Montag, Februar 5th, 2007

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Das blogcamp Switzerland findet am 24. März 2007 an der ETH in Zürich statt.

Was ist das blogcamp Switzerland?

Es ist eine Unkonferenz (die Präsentationen kommen von den Teilnehmer/innen), wo es einen Tag lang nur ums Bloggen geht. Eingeladen sind alle Blogger aus Europa. Details findet ihr hier.

Warum soll ich hingehen?

#1: Am blogcamp Switzerland findest Du Gleichgesinnte zum Thema Blogs und kannst Dich ungezwungen austauschen.

#2: Am blogcamp Switzerland bekommst Du neue Inputs und Ideen für Deinen eigenen Blog.

#3: Am blogcamp Switzerland triffst Du die besten Blogger persönlich.

#4: Am blogcamp Switzerland ist das Essen gratis…und das Fernsehprogramm am Samstag ist auch nicht was es einmal war…;-)

Innert drei Wochen haben sich schon über 100 Blogger angemeldet. Täglich werden es mehr! Es gibt nur Platz für 200 Blogger danach ist Schluss!

Wenn Du dabei sein willst, kannst Du Dich hier anmelden. Wir sehen uns dort!

blogcamp