Der Film war in einem Wort Hammer! Was hat mir besonders gut gefallen?
#0: Die Story fesselt einem von der ersten Sekunde an und dank der überragenden 3D-Technik fühlt man sich als Teil der Geschichte.
#1:Drachen sind einfach cool und wie aus den digitalen Objekten lebendige Drachen animiert wurden ist superfaszinierend!
#2: Wer nach diesem Film behauptet, dass 3D in Kinos keinen signifikanten Zusatznutzen hat, sollte dringend zum Augenarzt gehen.
#3: Superschöne Welten und Flüge durch die faszinierenden Landschaften.
#4: Die Lacher sind nicht plumb blöd sondern gut aufgebaut und man lacht aus vollem Herzen.
#5: Hicks, die Hauptfigur, erinnert mich von den Haaren und einigen Ausdrücken stark an den I’m a Mac-Typ und der ist ja wirklich cool, oder?
Der Film ist objektiv-subjektiv gesehen wahrscheinlich einer der besten Dreamworks-Filme ever, hat es aber in der Vermarktung schwieriger als z.B. ein Kung Fu Panda oder Shrek. Aber ich bin mir sicher, dass alle die ihn gesehen haben, von Drachenzähmen leicht gemacht schwärmen werden!
Meine Empfehlung: mindestens einmal schauen gehen (in 3D!!!).
Es ist für mich der Augenblick gekommen, eine neue Herausforderung anzunehmen und damit verbunden, meinen Abschied von diesem Blog hier zu verkünden.
Ich möchte es nicht lassen, mich mit folgendem Lied bei allen Förderern, Freunden, Begleitern, Lesern und auch den mir nicht wohlgesinnten Personen für den gemeinsamen sowie extrem lehrreichen Lebensabschnitt zu bedanken. Tom & Jerry resp. Udo Jürgens könnten den Abschied nicht besser in Worte verpacken. Deshalb lasse ich Udo ganz alleine sprechen.
Danke für die aufschlussreichen Erlebnisse. Bis Bald. Man trifft sich bekanntlich immer zweimal im Leben …
Vorallem Dir Dominik wünsche ich eine tolle und blühende Zukunft mit Procedural, SwissStartups.com und vorallem Deiner wunderbaren Familie!
Ich hatte das letzte halbe Jahr das Vergnüngen mit einem Praktikanten bei Procedural zu arbeiten. Die Erfahrungen waren durchaus positiv und deshalb sind wir per sofort wieder auf der Suche nach einem/r (Social Media) Marketing-Praktikant/in:
Wen Dir bei den Begriffen Start-up / Social Media Marketing / 3D Software der Puls schlagartig in die Höhe schnellt, dann sollten wir uns kennenlernen. Zusätzlich würde es mich interessieren, wie und wo ihr eure Praktikant/innen findet.
Was für eine Zahl! Meine Freunde vom Institut für Jungunternehmen (IFJ) führen am Donnerstag, 11. März 2010 den 1000sten venture apéro durch! Gratulation zu diesem tollen Jubiläum.
Deshalb habe ich auch gerne zugesagt ein Kurz-Referat, zusammen mit drei anderen ETH-Spin-offs, im Anschluss an den grossen Meister, Hans Peter Frei (Wie Sie erfolgreich Kunden gewinnen und diese langfristig an Ihr Unternehmen binden können), zu halten:
Es verraten Ihnen vier erfolgreiche Startup-Gründer ihre Wege zur Firmengründung und ihre Erfolgsgeheimnisse. Danach werfen diese ETH Spin-offs zusammen mit Ihnen einen Blick in die Zukunft.
Folgende Fragen würden mich interessieren:
#1: Wart ihr schon einmal an einem venture apéro?
#2: Falls ja, wie hat es euch gefallen oder welchen Nutzen konntet ihr mitnehmen?
#3: Was würdet ihr davon halten, wenn die venture apéros auch nach dem Event noch digital als Video bereitstehen würden?
Würde mich freuen mit euch am Donnerstag, 11. März 2010 ab 18.30 Uhr mit euch an der ETH anzustossen! Wer ist mit dabei?
Simon Otto habe ich euch ja schon beim letzten Drachenzähmen-Post (Drachenzähmen leicht gemacht: ein Schweizer in Hollywood!) vorgestellt. Ein erstes Videointerview zu seiner Arbeit bei Drachenzähmen leicht gemacht, könnt ihr hier antesten:
Die “Character Animation” ist die eigentliche Königsdisziplin bei den Animationsfilmen. Die Aufgabe ist es aus einem digitalen Objekt (das eigentlich nur aus “1″ und “0″ besteht) einen menschlichen/tierischen/etc. Charakter zu zaubern. Eine eigentliche Alchemie, die sehr viel Detailarbeit und Fingerspitzengefühl erfordert.
Dann sind wir mal gespannt, wie es Simon und seinem Team gelungen ist, oder?
4 Monate unterwegs auf dem Jakobsweg – gehen, essen, schlafen, denken…da hat man natürlich sehr viel Zeit sich zu besinnen und Gedanken immer und wieder durchzukauen. Ich hatte im Groben drei Etappen zu bewältigen: die Schweiz, Frankreich und Spanien. Für mich waren die 3 Länder auch zusammenfassend „Körper“, „Geist“ und „Seele“.
Wandern in der Schweiz war ganz im Zeichen von Schmerzen, Blasen und Muskelkater. Man beschäftigt sich nur mit dem Körper und der Pflege dessen. Also „Körper“.
Ziemlich genau an der französischen Grenze (nach ca. 380 km) spürte ich weniger mein Körper, sondern meine Gedanken meldeten sich. In Frankreich lief ich während 1200 km ziemlich allein – nur Nelson und ich und meine Gedanken nach hinten und nach vorne. Zusammengefasst also „Geist“.
Spanien, und die letzten 800km waren im Zeichen von „Seele“. Der spanische Jakobsweg war der „klassische“ und allgemein bekannte Jakobsweg – ich lernte Pilgergefährten kennen und insgesamt war die Infrastruktur auf die Pilger ausgelegt. „Seele“ war eher auch „Wanderferien“ – tolle Leute kennenlernen und etwas weniger mit sich selber beschäftigt sein.
Zum Unternehmertum: Mein persönlicher Background – zusammen mit Dominik erste Mitarbeiter im IFJ – haben mich (uns) natürlich geprägt. Immer um Unternehmer zu sein – diese zu beraten und zu fördern – weckt natürlich den Wunsch irgendwann selber unternehmerisch tätig zu sein.“ It’s in the game of course“ – trotzdem habe ich mich auf meinem Weg immer wieder selber hinterfragt ob ich das Entrepreneurship tatsächlich lebe und mir antun möchte. Die Antwort lautete eindeutig JA! I LOVE START-UPS! Die Gründe dazu gäben natürlich ein eigener Post.
Den Jakobsweg kann man darum für viele Metaphern benutzen – ich persönlich habe den Camino aufgrund der oben genannten Gründe halt immer wieder mit dem Unternehmertum verglichen. Darum: was sind meine persönlichen Key-Learnings?
#1: Man begibt sich euphorisch auf einen Weg, ohne zu wissen wieviele Höhenmeter, schlechte Witterungen, Schmerzen, Blasen, Entbehrungen und Tiefs man überwinden muss – täglich jedoch wieder kleine Siege erringen kann.
Start-up Learning: Der Weg ist das Ziel. Täglich ein Ziel setzen und dieses zu erreichen befriedigt.
#2: Egal ob man 5 km oder 35 km pro Tag geht – solange man geht und sich bewegt, kommt man dem Ziel näher. „Wir sind gleich da – nur noch 2 km“ nützt nix, wenn man nicht aufsteht, den Rucksack „sattelt“ und geht. Auch 2 km müssen zuerst gegangen werden, bevor man das Ziel erreicht.
Start-up Learning: Schritt für Schritt täglich kleine Ziele erreichen und nicht am ersten Tag schon das Gefühl haben, man sei Startup-Millionär.
#3: Der Camino macht Dich authentisch. Jeder Pilger hat dasselbe Ziel: Santiago de Compostella. Die Pilger sind ähnlich ausgerüstet, bekleidet und gehen denselben Weg. Der Banker und der Lastwagenchauffeur treffen sich, tauschen sich aus und werden Freunde.
Startup-Learning: Sei Du Du. Unternehmertum erträgt keine falsche Seelen. Persönlichkeit und Authenzität ist der Schlüssel zum unternehmerischen Erfolg.
#4 Körper – Geist – Seele. Jeder Pilger findet dieses Gleichgewicht.
Startup-Learning: Auch Start-ups ticken so. Körper = Finanzen, Geist = Businesscase, Seele = Team. Ohne dieses Gleichgewicht funktionierts nicht.
#5 Kleine Schritte kumuliert gibt ein grosser Weg. Einfach gehen. Auf dem Jakobsweg zeigt sich immer wieder ein Wegweiser, der die Richtung vorgibt. Man geht, weiss, nun geht’s einfach mal geradeaus, dann zeigt der Weg nach links und man folgt ihm. Ohne genau zu wissen, wo es durchgeht folgt man den Wegweisern und kommt irgendwann an.
Start-up Learning: Plane nicht, geh und lass Dich leiten..verpasse die Wegweiser nicht.
Klaro – man merkt wahrscheinlich, dass dieser „Camino“ mich extrem geprägt hat. Ich bin nun halt eher ein Typ offen und emotional , deshalb kommuniziere ich auch so. Ich habe mich auf diesem Weg immer wieder mit meinem persönlichen Unternehmer-Sein auseinandergesetzt, und der feste Wille auch einer zu sein, sowie die Learnings die ich gezogen habe, ist: bleib authentisch und ehrlich. Jeder Unternehmer ist nämlich „at the End oft the Day“ auch einfach nur ein Pilger im Leben. Er geht, schläft, isst und denkt. Ist das Unternehmer-Leben eigentlich nicht einfach?
Nun – zu meiner Situation Suxedoo: leider musste ich erkennen, dass man ab und zu mit „Weggefährten“ unterwegs ist, wo es in eine eine Richtung weist, die nie ans Ziel führen werden. Die Situationsanalyse nach meiner Rückkehr hat deshalb für mich ergeben, dass Suxedoo und die verfolgte Strategie nicht mehr in meine Lebensphilosophie passt und ich deshalb nun einen neuen Weg einschlagen werde. Schön dass ich bereits ein neues Projekt verfolge: Wizzle.com – Leave your Footprints and sketch your Life! Tönt doch verdammt interessant oder?!
„Ich bin dann mal kurz weg!“ So ähnlich tönte es bei mir Ende August 2009, als ich für die Mitarbeiter ohne Vorwarnung und in Wanderkluft im Büro auftauchte, mich verabschiedete und einen 2300km langen Marsch nach Spanien begann. Mit diesem Post möchte ich meine Beweggründe, Erlebnisse und Eindrücke aus 4-monatiger Pilgeschaft teilen, evtl. den Einen oder Anderen inspirieren, sowie aufzeigen, warum “Pilger”-tum sich nicht unbedingt von “Unternehmer”-tum unterscheiden muss .
Roman & Nelson
Knapp 2.5 Jahre im Start-up Groove, angefangen mit Bierideen, Gründung, Ideenentwicklung und Firmanaufbau, Minimallöhne, 60h Wochen, totale Hingabe, diverse Nervenkriege um Finanzen und Investoren, Salesdruck und nochmal Salesdruck sowie der unbedingte Wille mich als Unternehmer zu „beweisen“ hatten mich mitte 2009 an den Rande eines Nervenzusammenbruchs geführt.
Ich war dunnhäutig, reizbar und fühlte mich für alles und alle verantwortlich und konnte meinen Kopf nicht mehr „abstellen“. Wir waren mit Suxedoo.ch toll und erfolgreich unterwegs, hatten uns im CH-Werbemarkt etabliert, und wuchsen zur grössten Online-Tombola im Netz. Wir hatten gerade einen sensationellen Verkäufer eingearbeitet, der innerhalb weniger Monate alle Erwartungen massiv übertroffen hatte und das Gründerteam arbeitete und funktionerte gut. Trotzdem: ich war ausgepowert und fing an Fehler zu begehen, Leuten auf die Füsse zu treten (dafür entschuldige ich mich), mich komisch zu benehmen und ich merkte, es muss sich was ändern. Im August dann hatte ich endlich das Gefühl, Suxedoo.ch sei allmählich erwachsen und soweit stabil, dass ich nun delegieren muss/kann und mich irgendwie regenerieren sollte. Ich hatte das Bedürfnis, wieder “Back to Basics” zu gehen – körperlich, geistig und seelisch. Mal einen Systemcheck durchführen und meine Werte, Ideen und Grundsätze zu durchleuchten. Wie, das wusste ich schon zum Zeitpunkt als ich vor 4 Jahren (angefangen mit dem Hype um Hape Kerkeling und sein Pilgererlebniss), das Buch “Auf dem Jakobwseg“ von Paulo Coelho gelesen hatte. Ich wollte den „Camino de Santiago“ begehen! Ursprünglich ein religiös bedingter Pilgerweg – immer vor der Haustüre beginnend und in Santiago de Compostella endend – hat sich der Jakobsweg mittlerweile zu einem echten Geheimtipp für Leute entwickelt, die auf der Suche nach Ruhe, Einfachheit und Natur sind. Leute die sich Zeit nehmen möchten zum Nachdenken – über Vergangenes und über das was noch vor uns liegt. Leute (und Unternehmer) die Körper, Geist und Seele was Gutes tun möchten.
Im August passte dann irgendwie alles, und es schien förmlich so, als ob mich der Weg ruft! Im TV liefen Dokus, im Radio Stories und in Zeitschriften erschienen Artikel über das Pilgern! Ich suchte also das Gespräch mit dem Verwaltungsratspräsidenten & Partner Urs Käppeli (Urs war ein Jahr zuvor zum Team gestossen und half strategisch mit bei Suxedoo) – und wir beschlossen, dass wir eine Abwesenheit meinerseits verantworten können und er für mich 4 Monate in die CEO-Hosen steigt und Suxedoo während dieser Zeit operativ führt. Es konnte also losgehen: Sabbatical-Entscheid gefällt – 9 Tage später machte ich mich auf, den Challenge zu Fuss über 2321 km nach Santiago de Compostella zu meistern. Mit dabei: mein bester Buddy Nelson (mein 5 Jähriger Rhodesian Ridgeback), 26kg Gepäck, keine Vorbereitung, ein Führer, selbstauferlegtes Budget von bescheidenen 300 CHF/Woche, keine Kreditkarten, keine Kondition und viel Respekt.
Von Wittenbach gings übers Appenzellerland Richtung Wattwil, Rapperswil, Einsiedeln in die Innerschweiz – via Interlaken und Thun in die Romandie und schliesslich durch Lausanne und Genf nach Frankreich. Durch das Rhonetal nach Le Puy-en-Velay, wo ich auf den “traditionellen” Jakobsweg gestossen bin und dem ich bis zu den Pyrenäen folgte und überquerte. Danach immer gen Westen (und gegen den Wind) über Pamplona nach Burgos und Leon nach Santiago de Compostella. Ich erlebte tolle Begegnungen, viele Wunder, Schmerzen, Regen, Sonne, Hochs und Tiefs und vorallem viele Abenteuer. Einmal wurde Nelson “verhaftet” , weil ich mit einem ETA-Seperatisten Streit bekam und dieser die Polizei verständigte. Als die Polizei mir beschied, dass Nelson ein „Kampfhund ohne Maulkorb“ sei (und das ist er nicht..), sie ihn also mitnähmen und einschläfern würden – griff ich verzweifelt zu einer Notlüge und konnte die Polizei überzeugen, Nelson sei ein „Epilepsiespürhund“ und für meine Gesundheit unabdinglich. Er müsse zu jederzeit an meiner Seite sein. Es hat geklappt und sie liessen uns gehen… Da in Spanien Hunde nirgends und in keiner Herberge, ÖV’s oder Hotels erlaubt sind, habe ich dann natürlich auf diesen “Trick” zurückgegriffen – und konnte so meine lebende Wärmedecke allabendlich bei mir haben und in jedes Restaurant mitnehmen. Jakob mag mir verzeihen!
Nacht 4 Monaten und ca. 2.5 Millionen Schritten bin ich dann am 17. Dezember glücklich, erholt und um einige Erfahrungen und Erkenntnissen reicher in Santiago des Compostella angekommen. Ein unglaubliches Experiment und Erlebniss!
Nun, die gesamte Reise detailliert zu beschreiben würde den Rahmen dieses Posts natürlich sprengen, und werde ich gegebenenfalls nachholen. Zudem sind wir hier in einem „Start-up Blog“ und deshalb möchte ich im 2. Teil meines „Pilgerberichts“, am Montag, meine Keylearnings sowie die Parallelen der Reise zum Unternehmertum aufzeigen – schöner könnten die Vergleich nämlich nicht sein. Zudem möchte ich erläutern, wieso meine Rückkehr zu Suxedoo leider kein Happy End nahm… ich aber bereits wieder frohen Mutes bin.
Damit ihr euch jetzt schon ein Bild meiner Reise machen könnt – hier einige Eindrücke, Gedanken und Impressionen zu meinem persönlichen Camino de Santiago: